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Dekabank verkauft Objekte aus schwächelndem Immobilienfonds

Die Dekabank will abwertungsgefährdete Objekte aus ihrem schwächelnden Immobilienfonds herauslösen oder verkaufen, um die angepeilte Rendite von zwei Prozent zu erreichen. Das teilte der Vorstandschef der Zentralbank und Fondsgesellschaft der Sparkassen, Axel Weber, am Montag in Frankfurt mit.

dpa-afx FRANKFURT. Die Dekabank will abwertungsgefährdete Objekte aus ihrem schwächelnden Immobilienfonds herauslösen oder verkaufen, um die angepeilte Rendite von zwei Prozent zu erreichen. Das teilte der Vorstandschef der Zentralbank und Fondsgesellschaft der Sparkassen, Axel Weber, am Montag in Frankfurt mit. Außerdem will die Bank den fondseigenen Frankfurter Wolkenkratzer Skyper nicht nur mieten, sondern auch für 520 Mill. Euro kaufen. Die gesamten Maßnahmen zur Rettung des Fonds würden die Deka-Bank insgesamt etwa 500 Mill. Euro vor Steuern kosten.

Die massive Verkauf von Fondsanteilen durch besorgte Anleger habe sich inzwischen weiter verlangsamt, betonte Weber. Die Spitzenwerte von bis zu 50 Mill. Euro pro Tag seien auf sechs bis sieben Mill. Euro gefallen. Zusammengerechnet seien 2004 etwa 1,7 Mrd. Euro abgeflossen.

Sonderprüfung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe noch keinen Abschlussbericht ihrer Prüfungen bei der Deka Immobilien Investment vorgelegt, sagte der Banker. Die Aufsichtsbehörde habe bei der Bewertung der Fondsimmobilien bisher ähnliche Unterschiede wie zuvor eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, nämlich in Höhe von insgesamt rund 700 Mill. Euro, festgestellt. Sollte die Sonderprüfung weitere Missstände in der Immobiliensparte aufdecken, sei die Bank zu "kraftvollen Entscheidungen" bereit und würde notfalls auch die verantwortlichen Manager feuern, meinte Weber.

Die Bank hatte Mitte Oktober mit ihren Eigentümern, den Sparkassen und Landesbanken, die Übernahme von Fondsanteilen in unbegrenzter Höhe in das eigene Portfolio vereinbart, um die Liquidität des Fonds sicherzustellen. Auslöser für die Probleme des offenen Immobilienfonds, der mit einem Volumen von 6,1 Mrd. Euro zu den größten in Deutschland zählt, waren die angespannte Lage auf den Büromärkten sowie Missmanagement. Die Geschäftsführung der Immobiliensparte wurde komplett ausgetauscht.

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