Dekodierung annähernd in Echtzeit
Studenten knacken DVD-Code mit simplen Computerprogramm

Ein nur sieben Zeilen langer Computer-Code versetzt die Motion Picture Association of America (MPAA) in helle Aufregung.

ddp BOSTON. Wie der Online-Dienst ZDNet am Freitag berichtet, reiche dieses Mini-Programm aus, um den angeblich sicheren Kopierschutz bei DVDs mit Filminhalten zu knacken. Die Dekodierung des verschlüsselten DVD-Signals funktioniere annähernd in Echtzeit und ist deshalb für die auf einen funktionierenden Kopierschutz drängende MPAA gefährlich.



Der Siebenzeiler wurde nach ZDNet-Angaben von Keith Winstein und Marc Horowitz geschrieben. Horowitz studiere zur Zeit an der renommierten Technik-Kaderschmiede MIT in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts), Winstein absolvierte dort ebenfalls seine Ausbildung. Das Duo arbeitete an einer Forschungsarbeit zu dem amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und habe demonstrieren wollen, wie schnell man als Programmierer in die Illegalität gerät. Der DMCA verbietet es, Software zu entwickeln oder zu verbreiten, die einen Kopierschutz umgehen soll.



Die Programm-Autoren argumentieren ZDNet zufolge, dass ihr DVD-Entschlüssler sie nicht zu Kriminellen mache, weil sie die Software nicht nutzen wollten, sondern sie nur zu Demozwecken geschrieben hätten. Weil der Siebenzeiler jedoch inzwischen im Internet kursiert, wolle die MPAA diese Erklärung nicht gelten lassen und prüfe rechtliche Schritte.

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