Delegation abberufen
Israel und USA verlassen UN-Rassismus-Konferenz

Der Streit um die israelische Palästinenserpolitik führte im südafrikanischen Durban zum Eklat.

afp JERUSALEM. Israel verlässt die UN-Rassismus-Konferenz in Durban. Dies sagte Außenminister Schimon Peres am Montagabend in Jerusalem. Hintergrund ist der Streit über die israelische Palästinenser-Politik. Der Leiter der israelischen Delegation, Mordechai Jadid, hatte zuvor mit Verlassen der Konferenz gedroht, sollte seine Regierung verurteilt werden. Kurz zuvor hatten bereits die USA ihren Rückzug von der Tagung bekannt gegeben.

US-Außenminister Colin Powell erklärte am Montag in Washington, er habe die Delegierten abberufen. Grund sei die "hasserfüllte Sprache" gegen Israel auf der Konferenz. Eine Tagung, die Israel "als einziges Land" heraus- und angreife, eigne sich nicht im Kampf gegen Rassismus, erklärte Powell. Die US-Delegation hatte bereits am Sonntag ihre Abreise für den Fall angekündigt, dass die Gespräche über die Nahost-Frage scheitern sollten. Aus Protest gegen die Debatte über Israel hatte Powell bereits im Vorfeld der Tagung seine Teilnahme abgesagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%