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Dell belastet den Markt

Für die Computerwerte geht es abwärts. Die Gewinnwarnung von Dell schadet dem gesamten Sektor.

Als meist gehandelte Aktie zog der Computer-Direktvertreiber auch Compaq, Gateway und Apple mit in die Tiefe. Der Nasdaq Index verliert bis zur Mittagsstunde rund 0,7 Prozent an Punkten. Die Kursverluste bei Hewlett Packard und IBM kosten den Dow Jones Index die anfänglichen Gewinne. Das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte notiert rund 0,5 Prozent in der Verlustzone.



Micron

Technologies verliert ebenfalls an Wert. Nachdem die Aktie in Erwartung guter Quartalszahlen im gestrigen Handel an Wert zulegte, leidet der Titel heute unter Gewinnmitnahmen und einem negativen Analystenkommentar. Prudential Securities bestätigte den Wert zwar auf "halten", reduzierte jedoch die Gewinnschätzungen für das kommende Jahr von 4,80 Dollar auf 3,65 Dollar und für 2002 von 6,00 Dollar auf 5,50 Dollar. Bear Stearns und Chase Manhattan bestätigten dagegen ihre Einstufungen von "buy" und "strong buy".



Erst gestern hatte das Unternehmen erfreuliche Quartalsdaten veröffentlicht. Statt des erwarteten Überschusses von 96 Cents je Aktie erwirtschaftete Micron satte 1,20 Dollar pro Papier. Als Grund für das Ergebnis nannte der Konzern die hohe Nachfrage nach PCs und die geringeren Produktionskosten.



Chiphersteller Intel und Mobiltelefonchiphersteller Texas Instruments profitierten zwar vor Handelsbeginn, stehen jedoch nach Handelsstart auf der Verliererliste.



Punkte gut machen kann dagegen Lucent Technologies. Die Aktie ist gefragt, nachdem der Hersteller von Telekommunikationszubehör bekannt gab, einen Großauftrag an Land gezogen zu haben. Der dicken Fisch heißt SBC Communitcations. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf fast eine Milliarde Dollar. Lucent wird seinem neuen Kunden über eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren helfen das eigene Netz auszubauen.



Weniger Anlass zur Freude bietet die Entwicklung bei Priceline. Mit Kursverlusten von bis zu 30 Prozent isteiner der größten prozentualen Verlierer an der Nasdaq. Der Grund: Das Internet-Unternehmen muss künftig auf die Einnahmen aus zwei Lizenzgeschäften verzichten. WebHouse Club, die für Priceline den Verkauf von Lebensmitteln und Benzin übernommen hatten, und Perfect Yardsale, der Lizenznehmer für die Online-Vermittlung von Gebrauchtwaren, werden sich aus dem Geschäft zurückziehen und in Kürze schließen.



Mit Hilfe der Lizenzen hatte Priceline im zweiten Quartal rund 360 000 Dollar eingenommen. Der erneute Rückschlag folgt nur Tage nach einer Umsatzwarnung für das laufende Quartal, nach der Priceline über 40 Prozent verloren hatte. Die Analysten von Salomon Smith Barney stufen die Aktie heute von "kaufen" auf "neutral" ab. Das Kursziel wird mit acht Dollar beziffert.

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