Dell bewahrt Technologiewerte vor größeren Verlusten
Verbraucherdaten belasten die Wall Street

Unerwartet schwache US-Verbraucherdaten haben zum Wochenschluss an den US-Börsen Sorgen um die Stärke der Konjunkturerholung in den USA geweckt und die Kurse gedrückt. Die Erhöhung der Gewinnprognose des US-Computerkonzerns Dell habe die Technologiewerte allerdings vor größeren Verlusten bewahrt, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index gab bis zum Handelsschluss um 1,33 Prozent auf 8684,53 Punkte nach, der technologielastige Nasdaq-Index schloss mit minus 0,06 Prozent kaum verändert auf 1373,57 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf mehrfach in die Pluszone gerückt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,64 Prozent auf 921,40 Punkte.

Der vorläufige Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan fiel nach Angaben aus Finanzkreisen im Juli deutlich auf 86,5 Punkte von 92,4 Punkten, während Analysten einen geringen Anstieg erwartet hatten. Einige Aktienexperten nannten auch Gewinnmitnahmen als Grund für die Kursverluste. "Ich denke, die Leute stellen nur ihre Positionen vor dem Wochenende glatt. Wir hatten meist technisch bedingte Aufwärtstendenzen, und es gab gestern und heute ein bisschen Euphorie im Technologiesektor. Jetzt gibt es einige Gewinnmitnahmen", sagte James Volk, Director für den institutionellen Handel bei D.A. Davidson and Co.

Belastet habe außerdem die Herabstufung der Titel der Baumarktkette Home Depot, sagten Händler. Der Kurs des Dow-Wertes gab rund 7,4 Prozent auf 29,09 Dollar nach, nachdem die Titel von der US-Investmentbank Merrill Lynch heruntergestuft worden waren. Die Bank hatte dies mit der im Vergleich zum Konkurrenten Lowe's verhaltenen Umsatzentwicklung des Konzerns begründet.

Zuvor hatten die angehobene Gewinnprognose des weltweit zweitgrößten PC-Produzenten Dell für ein vorübergehendes Plus bei den Technologieaktien gesorgt. Dell-Aktien legten 4,55 Prozent auf 25,02 Dollar zu. Auch die Nachrichten des Netzwerkausrüsters Juniper Networks seien positiv aufgenommen worden, sagten Händler. Das Unternehmen hatte für das abgelaufene Quartal entgegen den Expertenprognosen wieder schwarze Zahlen vorgelegt. Die Aktien des Konzerns stiegen um rund 6,7 Prozent auf 7,70 Dollar.

Der gestiegene Gewinn des Mischkonzerns General Electric habe die Blue Chips nicht antreiben können, sagten Börsianer. General Electric (GE) hatte seinen Quartalsgewinn um 14 Prozent gesteigert. Die Aktien des Dow-Wertes verteuerten sich um 4,6 Prozent auf 28,60 Dollar.

"Wenn man den Technologiebereich und das, was Dell gesagt hat, aus der Rechnung heraus nimmt, bleiben als letztes die Verbraucherausgaben. Wenn der Verbraucher weniger ausgibt, dann könnte die Konjunktur schlechter laufen als erwartet und das könnte Nervosität verbreiten", sagte Barry Hyman, Chefinvestment-Stratege bei Ehrenkrantz King Nussbaum.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 1300 Werte legten zu, 1926 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1588 im Plus, 1801 im Minus und 264 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 102-7/32. Sie rentierten mit 4,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 16/32 auf 100-17/32 und hatten eine Rendite von 5,34 Prozent.

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