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Dell macht Kummer

Die Ungewissheit über die Präsidentenwahl wirkt sich negativ auf den Markt aus. Die Futures zeigen ins Minus. Auf die Futures des Nasdaq 100 drücken zudem die enttäuschenden Ergebnisse von Dell Computer.

Al Gore zieht in Erwägung, die Wahl anzufechten. Weitere Staaten sollen neu ausgezählt werden. Daher erfahren die Amerikaner in frühestens einer Woche, wer ihr neuer Präsident wird. Doch auch für die Zeit nach der Marathon-Wahl sehen einige Investoren schwarz. "Wer auch immer Präsident wird, hat eine zu starke Opposition."



Dell

, der weltgrößte Computer-Direktvertrieb, notiert vorbörslich deutlich im Minus. Der Computer-Konzern reduzierte die Umsatzprognosen für das kommende Geschäftsjahr um zehn Prozentpunkte. Statt des bisher anvisierten Umsatzwachstums von 30 Prozent erwartet der Konzern nur noch einen Anstieg von 20 Prozent. Auch die gestern vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal konnten nicht für Euphorie sorgen. Zwar konnte der Konzern mit einem Gewinn von 25 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 8,26 Milliarden Dollar die Konsensschätzungen für das dritte Quartal erfüllen. Der Umsatz stieg allerdings nur um 22 Prozent zum Vorjahreszeitraum, der niedrigste Anstieg seit sechs Jahren.



Demgemäß kann man eine schwache Eröffnung des Computerbereichs rechnen. Vorbörslich fallen die Aktien der Dell Konkurrenten IBM, Compaq und Gateway. Belastend wirken sich die Befürchtungen vor Absatzschwierigkeiten von Computer auch auf den Chipsektor aus.



Walt Disney

erfährt heute Unterstützung von Goldman Sachs. Die Investmentbank bestätigt Disney am Freitag auf der Empfehlungsliste. Die Aktie des Medienkonzerns rutschte gestern über zehn Prozent ab. Spekulationen über geringere Werbeeinnahmen in den kommenden Quartalen belasteten den gesamten Mediensektor. Die Walt Disney Internet Group steht ebenfalls bei Goldman Sachs auf der Empfehlungsliste. Die Aktie sei deutlich unterbewertet.



Schlechte Zeiten erleben die Telefongesellschaften in den USA. Die Aktienkurse von Worldcom sind gestern auf ihr Dreijahrestief gefallen. Laut dem Brokerhaus Lehman Brothers sieht die zweitgrößte Telefongesellschaft in den USA auch weiterhin Schwierigkeiten entgegen. Der große Konkurrent AT&T verschärfe die Bemühungen, die Marktanteile im Daten- und Internetgeschäft zu steigern. AT&T, die größte Telefongesellschaft in den USA, legt weitere Pläne zur Umstrukturierung des Unternehmens vor. Wie die Financial Times berichtet, überlegt AT&T, die Liberty Media Group zu verkaufen. Der Verkauf dieses Geschäftsfeldes soll die amerikanischen Wettbewerbsbehörden beschwichtigen und die Übernahme der MediaOne Group ermöglichen.



Heute kursieren Gerüchte, dass die amerikanische Wettbewerbsbehörde AOL und Time Warner mehr Zeit einräumen wird, um Einzelheiten über die geplante Fusion vorzulegen.



Nvidia

, der größte Hersteller von Chips, die Computergrafiken unterstützen, hat erfreuliche Geschäftszahlen vorgelegt. Im dritten Quartal wurde der Gewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifacht. Im abgelaufenen Quartal hat Nvidia Aufträge von den Computerhersteller Gateway und Compaq gewonnen. Zudem ist es dem Unternehmen gelungen, Marktanteile von Konkurrent ATI Technologies zurück zu gewinnen.

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