Dell: Noch keine Zeichen für kräftige Erholung der PC-Branche
Vorsichtige Stimmung bei Computerfirmen

Der weltgrößte PC-Hersteller Dell Computer Corp sieht nach den Worten von Firmenchef Michael Dell noch keine Anzeichen für eine kräftige Erholung der Branche.

Reuters SINGAPUR. Vor Geschäftsleuten in Singapur sagte Dell am Montag, er sei aber zuversichtlich, dass Dell ungeachtet der angestrebten Fusion von Hewlett-Packard und Compaq den Marktanteil zu Lasten seiner Konkurrenten weiter ausbauen werde.

Dell hatte 2001 seine PC-Auslieferungen um 15 Prozent gesteigert, während die gesamte Branche ein Minus von fünf Prozent hinnehmen musste. Auch gemessen am Umsatz war 2001 das schwächste Jahr der Computerbranche seit 16 Jahren. Dell-Aktien legten am Montag im frühen US-Handel mit dem Markttrend um 2,14 Prozent auf 26,27 Dollar zu.

Dell sagte, er sehe zwar eine leichte Belebung in den USA als weltgrößtem Absatzmarkt, aber die Stimmung sei generell vorsichtig. "Was wir in den USA hören, ist ein recht konservativer Ton unter führenden Investoren. Sie beobachten die Wirtschaft und die Trendwende, und sie nehmen sich Zeit für große Projekte." Es gebe einige erfreuliche Konjunktursignale, aber die Erholung werde nur langsam und schrittweise in Gang kommen. "Wir müssen daher mehr auf Marktanteilsgewinne achten als auf eine starke Trendwende des Marktes", sagte der texanische Unternehmer.

Der angestrebte Zusammenschluss von Hewlett-Packard und Compaq, über den die Aktionäre beider Firmen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche zu entscheiden haben, birgt Dell zufolge für die fusionierte Gesellschaft große Herausforderungen. "Das ist einer der interessantesten Übernahmekämpfe in der Geschichte, und wir werden ihn sicherlich genau beobachten", sagte Dell. Beide Firmen müssten etwas tun, um ihre Kosten zu senken. Ein Zusammenschluss sei eventuell eine Möglichkeit dafür. Doch die Fakten belegten auch, dass die Fusion zweier so großer Unternehmen nicht unbedingt Erfolg versprechend sei.

Der Ausgang der Aktionärsentscheidungen zu der geplanten Fusion ist weiter offen. Vor allem die Erben der HP-Gründerfamilien, die zusammen rund 20 Prozent der Anteile halten, sind gegen den Zusammenschluss im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar.

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