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Delphi kündigt weitere Zukäufe an - Auch offen für strategische Allianzen

Wenige Wochen nach der Übernahme der Zündsystemsparte des Mischkonzerns mg technologies ist der Übernahmehunger des größten Autozulieferers der Welt, Delphi , noch nicht gestillt. Das Unternehmen sei offen für weitere Akquisitionen und strategische Allianzen, wenn der Zulieferer damit Zugang zu neuen Schlüsseltechnologien erhalte, sagte Delphi-Europachef Volker Barth dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Der US-Konzern sei deshalb mehr an Technikhäusern interessiert, weniger an großen Übernahmen.

dpa-afx FRANKFURT. Wenige Wochen nach der Übernahme der Zündsystemsparte des Mischkonzerns mg technologies ist der Übernahmehunger des größten Autozulieferers der Welt, Delphi , noch nicht gestillt. Das Unternehmen sei offen für weitere Akquisitionen und strategische Allianzen, wenn der Zulieferer damit Zugang zu neuen Schlüsseltechnologien erhalte, sagte Delphi-Europachef Volker Barth dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Der US-Konzern sei deshalb mehr an Technikhäusern interessiert, weniger an großen Übernahmen.

Vor knapp einem Jahr hatte der US-Konzern, der im vergangenen Jahr rund 22,85 Mrd. $ Umsatz machte und etwa 186 000 Mitarbeiter beschäftigt, bereits die Grundig-Autoradiosparte gekauft.

Die Integration der Grundig-Autoradiosparte ist nach den Worten von Barth abgeschlossen. Delphi Grundig bilde innerhalb des Konzerns nun das "europäische Infotainment Zentrum". Am Firmensitz Nürnberg, den Entwicklungszentren in Bad Salzdetfurth und Nürnberg sowie der Produktionsstätte im portugiesischen Braga seien 1 110 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der neuen Marke Delphi Grundig wolle das Unternehmen zu einem der führenden Anbieter für Mobile Multimedia in Europa werden, sagte Barth. Der Autozulieferer hatte die Sparte Car Intermedia System des insolventen Elektronikherstellers Grundig im November 2003 für 58 Mill. ? übernommen.

Mit dem jüngsten Zukauf will Delphi seinen Bereich Insassenschutz stärken. Die Komponenten der MG-Technologies-Tochter Dynamit Nobel AIS, die Delphi vor wenige Tagen gekauft hatte, würden eine Schlüsselrolle in künftigen Airbag-Systemen und Gurtstraffern von Delphi spielen, sagte Barth. Mit dem neuen Zusatzgeschäft soll der Umsatz in Europa im laufenden Jahr auf rund 6,4 Mrd. ? klettern, sagte Barth. 2003 war der Erlös von Delphi in Europa bereits um elf Prozent auf 5,96 Mrd. ? gewachsen.

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