Dem italienischen Reformminister Bossi ist der Euro egal: Prodi weist Bemerkungen aus Rom zurück

Dem italienischen Reformminister Bossi ist der Euro egal
Prodi weist Bemerkungen aus Rom zurück

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat die abfälligen Bemerkungen des italienischen Reformministers Umberto Bossi über die europäische Einheitswährung scharf kritisiert.

dpa BRÜSSEL. "Ich kann kein Wort dieser Auffassung teilen", sagte Prodi, der selbst Italiener ist, am Mittwoch vor Journalisten in Brüssel. Die Äußerungen Bossis hätten ihm überhaupt nicht gefallen.

Bossi hatte sinngemäß gesagt, ihm sei der Euro egal, er brauche ihn nicht. Damit verstärkte er Zweifel an der EU-Treue der italienischen Regierung unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi, dessen europafreundlicher Außenminister Renato Ruggiero am Sonntag zurückgetreten ist.

Prodi betonte, im Gegensatz zu solchen Äußerungen habe die italienische Bevölkerung die Einführung des Euro äußerst positiv aufgenommen. Die Begeisterung der Italiener über die neue Währung übertreffe alle Erwartungen. Er selbst habe zu Hause auf hunderte Euro-Scheine sein Autogramm schreiben müssen.

Der italienische Kommissionspräsident sagte, nach seiner Auffassung seien die Fortschritte Italiens immer verbunden gewesen mit Fortschritten bei der Weiterentwicklung der EU. Ohne diese enge Bindung wäre Italien gefährdeter gewesen, meinte Prodi. Auch wegen dieser Einstellung sei er in sein heutiges Brüsseler Amt gekommen.

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