Demonstranten erinnern an Versprechen des Bürgermeisters
Feuerwehrleute demonstrieren gegen Abzug von Helfern am WTC

Mehrere hundert Feuerwehrmänner haben am Freitag in New York gegen die Reduzierung der Einsatzkräfte an den Trümmern des World Trade Centers demonstriert. Die wütenden Helfer lieferten sich Handgemenge mit Polizisten und stießen Absperrungen rund um den Unglücksort um.

afp NEW YORK. Unter Rufen wie "Bringt die Vermissten nach Hause!" marschierten die Demonstranten zunächst in Richtung des Trümmerfeldes und wandten sich schließlich gegen das Rathaus. Die Feuerwehrgewerkschaft wendet sich gegen die Entscheidung der New Yorker Stadtverwaltung, künftig weniger Helfer am "Ground Zero" einzusetzen. Nach Angaben der Gewerkschafter würde die Aktion dann von einer Bergung der Leichen zu einer reinen Aufräumaktion werden, bei der menschliche Leichen mit Bulldozern weggebracht würden.

Die Feuerwehrleute kritisieren, Bürgermeister Rudolph Giuliani habe ihnen versprochen, die Zahl der Helfer bis zur Bergung aller 343 vermissten Feuerwehrleute nicht zu reduzieren. Am Mittwoch hatte Giuliani angekündigt, dass die Zahl der Helfer bei den Aufräumarbeiten von vorher 120 bis 160 Kräften auf knapp 50 Feuerwehrleute und Polizisten gesenkt werde. Dies sei eine reine Frage der Sicherheit. Die Feuerwehr vermutet dagegen, dass die Stadt Einsparungen machen will. Bislang wurden insgesamt 542 Leichen aus den Schuttmassen geborgen, 490 davon wurden identifiziert. 3962 Menschen gelten noch immer als vermisst.

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