Demonstranten protestieren gegen Menschenrechtsverstöße
China gilt als Favorit für den Austragungsort der olympischen Spiele

Vor dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) haben am heutigen Morgen in Moskau die letzten Anhörungen der Bewerber für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2008 begonnen.

afp MOSKAU. Zunächst trug die japanische Delegation ihre Argumente für Osaka als Austragungsort vor. Anschließend sollten Paris, Toronto, Peking und Istanbul folgen. Die Delegationen haben für ihre Präsentation während der 112. IOC-Sitzung jeweils 45 Minuten Zeit und müssen sich dann nochmals 15 Minuten lang den Fragen der 118 IOC-Mitglieder stellen. Als Favorit gilt die chinesische Hauptstadt Peking, aber auch Paris und Toronto werden noch gute Chancen eingeräumt. Gegen 16.30 Uhr MESZ wird IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch zum letzten Mal in seiner Amtszeit die folgenschweren Worte «And the winner is ...» sprechen. Für Samaranch ist es der letzte Tag seiner 21-jährigen Amtszeit, am Montag wird sein Nachfolger gewählt.

Vor dem Tagungsort, dem Kongresspalast direkt an der Moskwa, versuchten unterdessen Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen zum letzten Mal, gegen Peking als Austragungsort zu protestieren. Nach Angaben eines französischen Mitglieds der Organisation "Reporter ohne Grenzen", nahm die russische Polizei rund 15 Demonstranten bei dem Versuch fest, ein Spruchband vor dem Eingang der Kongresshalle zu entrollen. Unter den Festgenommenen waren auch ein tibetanischer Mönch sowie Mitglieder russischer Menschenrechtsbewegungen. Sie wollen wegen der anhaltenden schweren Menschenrechtsverstöße in der Volksrepublik verhindern, dass die Olympischen Spiele 2008 nach Peking gehen.

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