Demonstrationen angemeldet
Kontroversen vor Haiders Besuch beim Papst

rtr ROM. Der Besuch des rechtspopulistischen österreichischen Politikers Jörg Haider am Samstag beim Papst in Rom droht zu einem diplomatischen Streit zwischen Italien und Österreich auszuufern. Der italienische Ministerpräsident Giuliano Amato kündigte am Freitag an, er werde persönlich an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel schreiben und seine Missbilligung über Haiders jüngste Äußerungen zum Ausdruck bringen. Haider, der Ministerpräsident von Kärnten ist, aber nicht mehr den Vorsitz der an der Koalition in Wien beteiligten FPÖ inne hat, hatte die Einwanderungspolitik Italiens als zu wenig streng kritisiert.

Daraufhin hatte Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi erklärt, Haider liege falsch, Italien sei ein Einwanderungsland. Dies wiederum nahm Haider für eine Antwort zum Anlass, die in Italien weitgehend als Kritik am überparteilichen Präsidenten aufgefasst wurde. Der Zeitung "Corriere della Sera" sagte Haider, Ciampis Antwort sei typisch für einen linken Politiker.

Haider wird am Samstag von Papst Johannes Paul II. zu einer Audienz empfangen. Anlass ist die Übergabe einer 25 Meter großen Fichte aus Kärnten, die als Weihnachtsbaum bereits auf dem Petersplatz in Rom steht. Für Samstag haben sowohl Sozialisten als auch konservative Parteien und Neofaschisten in Rom Demonstrationen gegen und für Haider angemeldet. Die Polizei hat starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

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