Demonstrationen bei Konferenz
Clement verspricht Bundeshilfen für den Schiffbau

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat den deutschen Schiffbauunternehmen finanzielle Hilfe zur Verbesserung ihrer Weltmarktposition versprochen. Für solche Beihilfen müssten einzelne Werften aber zur Kooperation mit der Wissenschaft bereit sein, sagte Clement am Montag bei der Dritten Nationalen Maritimen Konferenz in Lübeck vor rund 550 Vertretern der maritimen Wirtschaft.

HB/dpa LÜBECK. Zuvor hatte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ein Förderprogramm für neue Aquakulturtechnologien angekündigt. Am Rande der Veranstaltung demonstrierten Gewerkschafter gegen die drohende Schließung der Lübecker Flenderwerft.

In ihrer Eröffnungsrede forderte Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen in der maritimen Verkehrswirtschaft. Deutschlands Schiffbaufähigkeit müsse ebenso erhalten bleiben, wie seine wettbewerbsfähige Handelsflotte. Bulmahn sagte, bis 2005 werde der Bund die Entwicklung nachhaltiger und umweltverträglicher Fischaufzuchtanlagen mit rund sieben Mill. ? unterstützen.

Die Rahmenbedingungen für eine Stärkung des Schiffbau- und Schifffahrtstandortes Deutschland waren das Schwerpunktthema der Konferenz, zu der Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeladen hatte. An der Konferenz nahmen neben hochrangigen Politikern Vertreter von Werften, Reedereien, Zulieferbetrieben, Hafenwirtschaft und Forschungseinrichtungen teil. Für den Nachmittag hatte Schröder eine Grundsatzrede zur Zukunft der Maritimen Wirtschaft angekündigt.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) sagte, er erwarte von der Konferenz unter anderem gemeinsame europäische Initiativen, mit denen den Dumping-Angebote der Werften in Fernost begegnet werden könne. Die Europäische Union müsse neben der eingereichten Klage bei der Welthandelsorganisation gegen preisschädigendes Verhalten ihr politisches Gewicht stärker als bisher einsetzen, um gegen Wettbewerbsverzerrungen im Weltschiffbau vorzugehen.

Während der Konferenz protestierten Vertreter der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der IG Metall gegen die drohende Schließung der Lübecker Flenderwerft. Das Unternehmen hatte im Juni 2002 Insolvenz angemeldet, ein neuer Investor ist nicht in Sicht. Dadurch sind rund 800 Arbeitsplätze bedroht.

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