Demonstrationen in Peking und Hongkong
Protestaktionen überschatten Olympia-Auftakt

Demonstrationen gegen die chinesische Herrschaft in Tibet und gegen Menschenrechtsverletzungen in China haben am Samstag den Beginn der Olympischen Spiele in Peking und Hongkong überschattet.

HB PEKING. Bei einem Protest auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) in der chinesischen Hauptstadt wurden fünf ausländische Demonstranten, darunter ein Deutscher, festgenommen, wie John Hocevar von der Organisation Students for a Free Tibet der Nachrichtenagentur dpa in Peking berichtete.

Auch bei den Pferdesport-Wettbewerben in Hongkong kam es zu Zwischenfällen. Eine Studentin schrie während der Vielseitigkeitsprüfung Parolen und zeigte ein Plakat. Sie wurde umgehend abgeführt. Zuvor waren zwei Menschen des Geländes verwiesen worden, die eine tibetische Fahne eingeschmuggelt hatten. Bereits bei der Eröffnungszeremonie am Vorabend hatten rund 50 Menschen vor dem Gelände des Hongkong Jockey Clubs gegen die Verletzung der Menschenrechte durch die chinesische Regierung protestiert.

Wie erst am Samstag bekannt wurde, wurden am Vorabend während der großen Eröffnungsfeier in der Nähe des Nationalstadions auch drei Tibet-Aktivisten festgenommen, als sie eine tibetische Flagge hoch hielten. Sie seien am Samstag abgeschoben worden, berichtete die Free Tibet Campaign. Nahe des olympischen Pressezentrums kam es am Samstag zu einem weiteren Zwischenfall, als ein enteigneter ehemaliger Anwohner des Olympia-Geländes protestierte. Der Mann beklagte, nach dem Abriss seines Hauses unzureichend entschädigt worden zu sein.

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