Den Anlegern zuckt es in den Fingern
Die Killer-Börse

Den Anlegern zuckt es gelegentlich wieder in den Fingern. Zu gern möchten sie wieder investieren - rein in den Markt, Spaß haben, Geld verdienen. Aber Vorsicht: Zuckende Finger sind schlechte Ratgeber - Medien allerdings manchmal auch.

Es heißt, wenn die Bild-Zeitung auf den Börsen-Boom aufspringt und ihren Lesern Tipps gibt, wie man an der Börse schnell zu Geld kommt, sollte man schleunigst Gewinne mitnehmen und zunächst nicht mehr auf steigende Kurse setzen. Zuletzt war dies im Frühjahr 2000 der Fall. Danach kannten die Märkte nur noch eine Richtung.

In der vergangenen Woche nun hat die Online-Ausgabe der Bild-Zeitung eine hübsche Bezeichnung für den Neuen Markt gefunden: Die Killer-Börse. Die Online-Redaktion des Massenblattes hatte sich dabei auf die neuesten Horrormeldungen von Comroad, D. Logistics und anderen Unternehmen bezogen - und natürlich auf die entsprechenden Kursabschläge und fallenden Indizes.

Analog könnte man nun annehmen: Nichts wie rein, der Tiefststand ist erreicht. Stopp! Nicht alle Regeln, die sich aufstellen und ableiten lassen, haben immer Gültigkeit. Der Neue Markt bleibt gefährlich, aber auch andere Börsen und Marktsegmente haben noch reichlich Leichen im Keller. Nach dem Absacken der Märkte nach dem 11. September werden die Indizes die Tiefstände wahrscheinlich nochmal testen. Noch so eine Regel, die richtig aber auch falsch sein kann.

Was also ist die Konsequenz? Es wird das Beste sein, sein nervöses Zucken anderweitig zu behandeln und die Märkte zu beobachten. Schließlich sehen selbst die Experten, dass sich Bulle und Bär mit ihrer ganzen Kraft gegenüberstehen, wobei keins der Börsentiere weichen will. Aus diesem Konflikt sollte man sich besser raushalten. Damit man selbst kein Opfer der Killer-Börse wird.

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