"Den Dax in Ruhe lassen"
Gewerkschaft demonstriert gegen Börsenöffnung an Himmelfahrt

Verdi-Vertreter haben vor der Frankfurter Börse gegen den Handel an Feiertagen protestiert - und treffen offenbar den Nerv der Händler. "Es ist ein Witzhandel", kommentierte ein Makler das laue Geschäft am heutigen Himmelfahrtstag.

dpa FRANKFURT/MAIN. Unter dem Motto "Den Bullen reiten, mit dem Bären tanzen, aber den Dax in Ruhe lassen" hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag vor der Frankfurter Börse gegen den Handel an Feiertagen demonstriert. Deutschlands größter Handelsplatz hatte Himmelfahrt zum ersten Mal in diesem Jahr an einem Feiertag geöffnet. Nach Schätzungen von Verdi mussten am Donnerstag rund 5000 Angestellte bei Banken, Börsen und Instituten zur Arbeit.

Vor einem Jahr hatte die Deutsche Börse die Feiertage außer Ostern und Weihnachten abgeschafft und gleichzeitig die Handelszeit auf elf Stunden pro Tag verlängert. Damit wurde eine Anpassung an die internationalen Börsenplätze wie London oder New York angestrebt, die an diesen Tagen wie gewohnt geöffnet haben. Der Schweizer Aktienmarkt blieb am Donnerstag geschlossen.

Die Umsätze an der Frankfurter Börse waren am Himmelfahrtstag wie erwartet vergleichweise gering. In der Vergangenheit hatte das Volumen lediglich zwischen 20 und 50 % eines normalen Handelstags erreicht. "Es ist tot. Es ist ein Witzhandel und vor allem eine Frage der Zeit, bis der Feiertagshandel wieder eingestellt werden wird", sagte ein Makler.

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