Dennoch Marktteile gewonnen
T-Mobile-USA-Kunden kündigen häufiger als andere

Marktforscher haben herausgefunden, dass die Kunden der amerikanischen Telekom-Tochter häudigen kündigen als die Nutzer der Konkurrenznetze.

rtr FRANKFURT. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom hat in den vergangenen Quartalen ihren Wettbewerbern Marktanteile abgenommen. Bei der Bindung der Kunden ist T USA-Mobile jedoch weniger erfolgreich als die Konkurrenz. Aus jüngsten Daten des zum Informations- und Kommunikationskonzern Reuters gehörenden US-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens The Yankee Group geht hervor, dass die Kunden von T USA-Mobile deutlich häufiger kündigen als die Nutzer von Konkurrenznetzen. So blieben die Kunden T USA-Mobile zuletzt im Schnitt nur 33 Monate treu, während der erfolgreichste Konkurrent seine Kunden im Schnitt 53 Monate an sich binden konnte. Wegen der hohen Kündigungsbereitschaft der Nutzer erleidet T USA-Mobile Einbußen bei der Rentabilität.

"Die geringen Preise für die Mobilfunknutzung (von T USA)-Mobile sind attraktiv für die Kunden, das verhältnismäßig kleinere Netz ist jedoch ein Grund für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter", begründete Roger Entner, Mobilfunkanalyst bei The Yankee Group die hohe Kündigungsrate bei T USA. -Mobile Den jüngsten Marktdaten für das erste Quartal 2003 zufolge lag der Anteil der Kündigungen von T USA-Mobile am Gesamtkundenbestand bei insgesamt bei drei Prozent. Damit liegt die Telekom-Tochter weiterhin deutlich über dem Marktdurchschnitt von 2,4 %. US-Mobilfunkmarktführer Verizon Wireless weist beispielsweise eine Kündigungsquote von 2,1 % auf, der nächstgrößere Konkurrent von T USA, -Mobile Nextel, kommt sogar auf nur 1,9 % Abschaltungen.

h deutlicher wird die vergleichsweise geringere Bindung der Kunden an T USA, -Mobile wenn all jene Kunden nicht berücksichtigt werden, die während der Vertragsdauer von einem Jahr ihren Mobilfunkvertrag ohnehin nicht kündigen können. Dann beträgt die Rate der ausgeschiedenen Kunden im ersten Quartal bei T USA-Mobile laut Yankee Group sogar neun Prozent. Das ist mehr als als doppelt so hoch wie der Marktdurchschnitt, wo sich die Kündigungsrate abzüglich der Jahreskunden auf 4,1 % beläuft. Allerdings hat T USA-Mobile die systemische Kündigungsrate in den zurückliegenden Quartalen deutlich senken können. Ihren Höhepunkt hatte diese Kündigungsquote im dritten Quartal 2001 mit 17,2 % erreicht. Seitdem sinkt sie kontinuierlich.

Von den sechs US-Mobilfunkfirmen mit landesweiten Netz-Lizenzen ist T USA-Mobile der kleinste und unprofitabelste Anbieter. Das zur Jahresmitte 2001 von der Deutschen Telekom für rund 40 Mrd. Dollar überwiegend für eigene Aktien erworbene Unternehmen zählte zuletzt 10,8 Mill. Kunden. Im ersten Vierteljahr begrüßte T-Mobile insgesamt 1,855 Mill. neue Kunden, jedoch kündigten im gleichen Zeitraum rund 934 000 Nutzer. Der Netto-Zuwachs betrug damit 921 000 Kunden. Beim rund drei Mal so viele Kunden zählenden Wettbewerber Verizon kündigten dagegen nur rund zwei Mill. Kunden. Die hohe Kündigungsquote drückt auf die Rentabilität von T USA, -Mobile wenn die Kunden dem Unternehmen bald wieder den Rücken kehren. Denn laut den Daten der Yankee Group muss die Telekom-Tochter 303 Dollar für den Anschluss jedes Neukunden aufwenden. Vorrangiges Ziel von T USA-Mobile ist eine Steigerung des Marktanteils. Dazu muss der Anbieter wie in den vergangenen drei Quartalen netto mehr Kunden gewinnen als die Konkurrenz. Mittlerweile hat T USA-Mobile den Abstand zur Nummer Fünf im Markt, Nextel, die zuletzt 11,1 Mill. Kunden zählte, drastisch verkleinert. Marktführer ist Verizon Wireless mit 33,3 Mill. Kunden Ende März. Cingular zählte zu diesem Zeitpunkt 22,1 Mill. Kunden, AT&T Wireless 21,1 Mill. Kunden und Sprint 15 Mill. Kunden.

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