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Depfa übertrifft wegen Veräußerungen Erwartung - Operativ im Rahmen

Dublin/Frankfurt(dpa-AFX) - Der Staatsfinanzierer Depfa hat zwischen Juli und September wegen Verkäufen von Vermögensgegenständen erneut einen Rekordgewinn erzielt und mehr verdient als von Analysten erwartet.

Dublin/Frankfurt(dpa-AFX) - Der Staatsfinanzierer Depfa hat zwischen Juli und September wegen Verkäufen von Vermögensgegenständen erneut einen Rekordgewinn erzielt und mehr verdient als von Analysten erwartet. Mit dem Zinsüberschuss lag dagegen die wichtigste operative Komponente der Quartalsbilanz lediglich im Rahmen der Erwartungen. Etwas geringer als prognostiziert fielen dagegen Provisionsüberschuss und Handelsergebnis aus. Die im MDax notierte Bank bestätigte außerdem am Mittwoch erwartungsgemäß ihre Prognose.

Der Gewinn sei im dritten Quartal von 93 Mill. Euro im Vorjahr auf 129 Mill. Euro geklettert, meldete die Depfa. Die von dpa-AFX befragten Experten hatten mit einem Überschuss in Höhe von 112 Mill. Euro gerechnet. Beim Gewinn vor Steuern verzeichnete die auf die Finanzierung der öffentlichen Hand spezialisierte Bank ein Plus von 30,5 Prozent auf 154 (Prognose: 142) Mill. Euro. Die Aktie legte vorbörslich etwas zu.

Verkäufe Sollen Portfolio Optimieren und Risiken Verringern

Die Erträge wuchsen in den drei Monaten bis September um 15 Prozent auf 200 Mill. Euro. Hier überraschte vor allem der deutliche Anstieg des Ertrags aus Veräußerungen von staatlichen Vermögensgegenständen. Die damit gemeinte Weiterplatzierung von Staatsfinanzierungen stieg unerwartet von 35 auf 73 Mill. Euro. Experten hatten hier mit einem Rückgang gerechnet. Die Depfa will mit den Veräußerung ihr Staatsfinanzierungsportfolio optimieren und Risiken aus riskanten Staatsanleihen verringern.

Beim erweiterten Zinsüberschuss legte die auf Finanzierung der öffentlichen Hand spezialisierte Bank von 93 Mill. Euro auf 110 Mill. Euro zu. Experten hatten hier 109 Mill. Euro vorhergesagt. Der Provisionsüberschuss ging wie erwartet von 30 auf 14 Mill. Euro zurück. Das Handelsergebnis sank dagegen überraschend von 16 auf drei Mill. Euro.

Kosten Legten Wegen Expansionskurs Stärker ALS Erträge ZU

Die Kosten stiegen wegen der erweiterten Produktpalette sowie der Expansion in den USA stärker als die Erträge. Die Verwaltungsaufwendungen legten um 46 Prozent auf 41 Mill. Euro zu. Das Verhältnis Kosten zu Erträgen sei damit von 16 auf 21 Prozent gestiegen. Die Nettorendite des eingesetzten Kapitals betrug den Depfa-Angaben zufolge 30,9 Prozent nach 29,6 Prozent im Vorjahr.

Nach dem Rekordquartal bestätigte die Depfa erwartungsgemäß die Prognose für das laufende Jahr. "Der Gewinn der ersten neun Monate 2004 in Höhe von 382 Mill. Euro liegt bereits über dem Ergebnis des gesamten Vorjahres", hieß es in der Mitteilung. "Die Depfa Bank ist daher klar auf Kurs zur Erreichung der eigenen Gewinnprognose von mehr als 450 Mill. Euro für das Gesamtjahr 2004."

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