Deportivo-Chef fordert 60 Millionen
Poker um Makaay geht weiter

Das Pokerspiel um den niederländischen Fußball- Nationalspieler Roy Makaay geht in eine weitere Runde. Der Berater des 28-jährigen Stürmerstars von Deportivo La Coruna kündigt einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München an.

HB/dpa MÜNCHEN. Makaay selbst ist dagegen noch unentschlossen und schließt sogar eine Vertragsverlängerung beim spanischen Erstligisten nicht aus. Für Deportivo-Präsident Augusto Cesar Lendoiro ist ein Wechsel des Torjägers überhaupt kein Thema. "Makaay ist unverkäuflich", sagte der Club-Chef.

Nach dem Saisonfinale in der Primera Division nahm Lendoiro Stellung zu den Transferspekulationen um Makaay, der mit seinem 29. Saisontreffer seiner Mannschaft zum 2:1-Erfolg über Espanyol Barcelona verhalf. "Ich weiß, dass unter anderem auch die Bayern an dem Spieler interessiert sind, aber bis jetzt liegt von keinem Club ein offizielles Angebot vor", erklärte der Präsident auf der internationalen Homepage des Clubs. Laut Lendoiro ist eine Ablöse von 60 Millionen Euro fällig, um den Niederländer aus dem bis zum Saisonende 2005 befristeten Vertrag herauszukaufen.

Rob Jansen, Berater von Makaay, geht dagegen davon aus, dass sein Schützling ab der kommenden Saison das Trikot des FC Bayern trägt. "Bayern ist der Verein, zu dem Roy gerne gehen würde", sagte Jansen im "kicker" (Montag-Ausgabe). Gleichzeitig dementierte er eine Offerte des FC Barcelona: "Das sind nur Gerüchte, mehr nicht. Der einzige Verein, der wirklich ein Angebot abgegeben hat, ist der FC Bayern. Aus Barcelona haben wir nichts Offizielles."

Die Bayern sollen sich mit dem Stürmer über einen Wechsel in die Bundesliga einig sein und wollen angeblich 15 Millionen Euro in ihren Wunschspieler investieren. Dagegen hat Makaay offenbar noch keine endgültige Entscheidung über seine Zukunft getroffen. "Niemand weiß, ob dies mein letztes Spiel für Deportivo war", sagte Makaay nach dem Sieg gegen Espanyol, "ich habe hier noch zwei Jahre Vertrag und warte ab, was im Sommer passiert."

In dieser Woche will er mit seinem Agenten die Lage erörtern, "und ich bin überzeugt, dass sowohl der Club wie auch ich eine gute Lösung finden werden. Den spanischen und englischen Fußball liebe ich am meisten, aber ich möchte mir auch die Möglichkeit offen halten, zu anderen Clubs zu wechseln." Deportivo-Präsident Lendoiro ließ indes keinen Zweifel daran, dass er langfristig mit seinem Topstürmer plant: "Wir wollen den noch gültigen Vertrag mit ihm vorzeitig verlängern."

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