Der 71. 24-Stunden-Klassiker von Le Mans
Audi-Pilot Frank Biela auf Rekordjagd

Beim wohl härtesten Autorennen der Welt machen Frank Biela und Audi Jagd auf einen Rekord. Drei Siege in Serie hat das Audi-Werksteam um den 39-Jährigen aus Neuss beim berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans zuletzt gefeiert, an diesem Wochenende könnte Biela sogar diesen Hattrick überbieten und den Langstrecken-Klassiker an der Sarthe als erster Pilot zum vierten Mal hintereinander gewinnen.

HB/dpa LE MANS/MÜNCHEN. Der Routinier geht allerdings diesmal für einen privaten Kunden- Rennstall an den Start, weil die Audi AG nach den Erfolgen von 2000, 2001 und 2002 die Werksteams zurückzog. Trotzdem ist Biela optimistisch. "Ich bin überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr eine echte Siegerchance haben", erklärte der Wahl-Monegasse auf seiner Homepage. Als zweiter Deutscher ist Marco Werner (Dortmund) in einem der Kundenteams dabei.

Unterstützt wird der dreimalige Gewinner Biela im Team Audi Sport UK von den beiden ehemaligen Formel-1-Piloten Mika Salo (Finnland) und Perry McCarthy (England). Werner teilt sich den R8 im japanischen Team Goh mit Seiji Ara (Japan) und Jan Magnussen (Dänemark). Das dritte Team der Ingolstädter (ADT Champion Racing) besteht aus Stefan Johansson (Schweden), JJ Lehto (Finnland) und Emanuele Pirro (Italien). Da ein echtes Werksteam, wie es der Titelverteidiger war, fehlt, geht 2003 kein Auto mit der Nummer eins an den Start.

Außer bei den Kundenteams ist das Unternehmen diesmal auch als Motorenlieferant für die britische Marke Bentley vertreten, die ebenso wie Audi zum VW-Konzern gehört und in Fachkreisen als Favorit in Le Mans gilt. Ebenfalls in unmittelbarer Rekordnähe stehen Bielas Partner der letzten Jahre, Pirro und Tom Kristensen (Dänemark). Nach den Erfolgen mit Biela könnten auch sie am Samstag zum vierten Mal in Serie gewinnen. Kristensen geht im Bentley ins Rennen.

Audi hat eine glänzende Le-Mans-Bilanz vorzuweisen: 1999 war den Ingolstädtern beim Debüt der Sprung auf das Siegerpodest gelungen. Im folgenden Jahr belegte die Marke die ersten drei Plätze, konnte 2001 mit einem Doppelerfolg die Siegesserie fortsetzen und brillierte 2002 erneut mit einem Dreifachsieg. Danach zog sich das Unternehmen werksseitig zurück. "Auch wenn wir nicht mit einem Werksteam antreten, hoffen wir auf einen guten Auftritt unserer Kunden und einen Platz auf dem Podium", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Beim Vortraining fuhren alle Kunden-Autos unter die ersten Fünf.

Das traditionsreiche Rennen, eine der berühmtesten Motorsportveranstaltungen der Welt, ist ein extremer Härtetest für Fahrer und Autos. Innerhalb der 24 Stunden werden rund 5 000 km zurückgelegt, der Distanzrekord über 5 335 km aus dem Jahr 1971 konnte bis heute nicht verbessert werden. Mit 13,88 km gehört die Piste zu den längsten Rennstrecken überhaupt. Seit 1972 sind auf der schnellen Hunaudieres-Geraden Schikanen eingebaut, um die Geschwindigkeit von ehemals bis zu 400 km/h zu drosseln. Ein Fahrer darf maximal 14 Stunden fahren, davon höchstens vier Stunden durchgehend.

Der Organisator des französischen Langstrecken-Klassikers, der Automobile Club de l'Ouest (ACO), feiert 2003 sein 80-jähriges Bestehen. 1923 wurde das erste 24-Stunden-Rennen in Le Mans ausgetragen, 2003 findet die 71. Auflage statt.

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