Der Abend vor dem Finale
Der kleine Kahn

Der deutsche Torhüter ist der Star in Japan und Südkorea. So mancher Fan träumt davon, ihm gleich zu sein.

Mitten in Yokohama. Der Abend vor dem Finale. Die deutsche Nationalelf kommt vom Abschlusstraining zurück, vor dem Mannschaftshotel haben sich etwa hundert Fans eingefunden. Einige Teenies kreischen, als wenn Britney Spears erschienen wäre. Gemeint ist aber vor allem Oliver Kahn. Der Spieler, der es den Fußballanhängern in den Veranstalterländern Japan und Südkorea am meisten angetan hat.

Auch Akemi und Ken, beide so um die 30. Sie haben sich in der unterirdischen Einkaufsmeile kurz zuvor noch mit Filmen eingedeckt und sind schon etwas enttäuscht, als sie nicht nah genug an die fremden Helden herankommen. Doch dann lächeln sie wieder, weil es irgendwie doch schön war. Als die Security-Leute abziehen, gehen sie den gleichen Weg wie vorher die Spieler. Marschieren ins Hotel hinein, als wenn sie selbst Promis wären.

Bevor sie sich verabschieden, imitiert Ken noch einmal den Torhüter. Zieht sich an den Augenbrauen, schaut Furcht erregend, reißt beide Arme in Goalkeeper-Manier nach links, rechts oder oben. Ein kleiner Kahn, der vom großen schwer beeindruckt ist.

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