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Der Abschwung-Kanzler

Eigentlich hatte Gerhard Schröder fest darauf vertraut, als Kanzler des Aufschwungs in den Bundestagswahlkampf 2002 gehen zu können.

Deshalb hatte er versprochen, er werde sich jederzeit am Abbau der Arbeitslosigkeit messen lassen, und sich das Ziel gesetzt, die Arbeitslosigkeit 2002 unter die Marke von 3,5 Millionen zu drücken. Daraus wird wohl nichts werden.

Der Aufschwung in Deutschland ist bereits im zweiten Halbjahr 2000 zu Ende gegangen. Seitdem verliert die Konjunktur im Zeichen der Schwäche in Japan und den USA auch hierzulande immer mehr an Fahrt.



Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und Bundesfinanzminister Hans Eichel streiten bereits miteinander, ob 2001 noch das erst kürzlich von der Regierung auf 2,0 Prozent revidierte Wirtschaftswachstum zu erreichen ist. Die Chancen dafür werden von Tag zu Tag schlechter. Nach Bankvolkswirten haben jetzt auch einige Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsannahmen deutlich reduziert. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft rechnet nur noch mit mageren 1,3 Prozent.



Aus dem Aufschwung-Kanzler Gerhard Schröder droht ein Abschwung-Kanzler zu werden. Auch wachsen die Zweifel, dass die Konjunktur im Wahljahr 2002 stark wieder anzieht und der Kanzler sein Ziel von 3,5 Millionen Arbeitslosen doch noch erreicht. Die Konjunktur scheint als Schröders Wahlhelfer auszufallen.

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