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Der Aufstieg des Suchmaschinen-Betreibers Google

Google hat sich innerhalb nur weniger Jahre zur weltweit erfolgreichsten Suchmaschine für das Internet entwickelt.

dpa HAMBURG. Google hat sich innerhalb nur weniger Jahre zur weltweit erfolgreichsten Suchmaschine für das Internet entwickelt.

Vor rund sechs Jahren startete Google als Erfindung zweier Studenten und zog mühelos an damaligen Platzhirschen wie Lycos und Yahoo! sowie der einstmaligen Nummer eins, Altavista, vorbei. Längst gilt der Suchmaschinenmarkt wegen seiner Popularität als besonders lukrativ und werbeträchtig. Inzwischen hat das von Marktbeobachtern auch schon mal als "Wunderkind" titulierte Unternehmen jedoch mit Yahoo! und Microsoft mächtige Konkurrenten bekommen.

Googles scheinbar müheloser Erfolg basierte damals auf der besonderen Technologie, die die Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin im Jahr 1998 noch in ihrer Studienzeit an der Universität Stanford (Kalifornien) entwickelt hatten. Die Patentrechte hält seither die Universität, die wiederum eine Exklusivlizenz bis zum Jahr 2011 an Google vergeben hat.

Anders als herkömmliche Suchmaschinen sortiert Google die Ergebnisliste danach, wie populär die Seiten sind. Ermittelt Google, dass viele Homepages auf die jeweilige Seite verweisen, kommt diese in der Trefferliste ganz nach oben. Befindet sich das Suchwort auf einer Seite mehrmals oder in vom übrigen Text abgesetzter Schriftart, bringt dies ebenfalls eine höhere Rangordnung ein.

Die Konkurrenz schläft jedoch nicht mehr. Um sich im hart umkämpften Markt zu behaupten, entwickelte das Internetportal Yahoo!, das zuvor selbst Google-Technologie genutzt hatte, inzwischen eine eigene Technik die nach Meinung des Unternehmens der von Google weit überlegen sein soll. Ende des Jahres will auch Microsoft mit seinem Internet-Dienst MSN auf eigenen technologischen Füßen stehen und damit ebenfalls dem kalifornische Musterunternehmen Marktanteile streitig machen.

Und erst vor rund acht Tagen stellte sich heraus, dass Teile der von Google eingesetzten Technologie nicht auf unternehmenseigenen Entwicklungen basieren. Google einigte sich mit Konkurrent Yahoo! unter anderem darauf, Lizenzgebühren für ein genutztes Patent der Yahoo! -Tochter Overture zu zahlen. Dabei soll es um die Rechte an Verfahren gehen, mit dem sich die Reihenfolge automatisch erzeugter Suchergebnisse nachträglich verändern lässt und Anzeigen platziert werden können - für den gewinnträchtigen Werbemarkt eine wesentliche Funktion.

Das von den heute 31 und 30 Jahre alten ehemaligen Studenten gegründete Unternehmen hat nach eigenen Angaben 2292 Mitarbeiter. Die Einnahmen kommen zu 98 % aus der Werbung. Google hatte im ersten Halbjahr 2004 seinen Umsatz massiv auf 1,35 Mrd. $ gestiegert gegenüber 559,8 Mill. $ im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesellschaft verdiente in dieser Zeit 143 Mill. $ gegenüber nur 58 Mill. $ in den ersten sechs Monaten 2003.

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