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Der berühmteste Eispickel der Welt....

Wussten Sie, dass Stalins Häscher ihren politischen Gegner Leo Trotzki bis nach Mexiko verfolgt haben.

Wussten Sie, dass Stalins Häscher ihren politischen Gegner Leo Trotzki bis
nach Mexiko verfolgt haben. Der Gründer und Führer der Russischen
Kommunistischen Arbeiter- und Bauernarmee, der späteren Roten Armee, war auf der Flucht vor
dem sowjetischen Diktator 1937 nach Mexiko emigriert. Dort versteckte er sich
im schönen Stadtteil Coyoacán und war Freund von Frida Kahlo und Diego Rivera.

Drei lange Jahre lebte Trotzki in Angst und überlebte Attentate - bis zum 20.
August 1940. Dann bereitete der spanische Agent Ramón Mercader dem Leben des
brillanten Intellektuellen und Kakteenzüchter ein Ende. Mit einem Eispickel
erschlug der Stalinist Trotzki. Einen Tag später erlag er seinen Verletzungen.

Das Andenken an Trotzki bewahrt bis heute in einem Museum sein Enkel Esteban
Wolkow, inzwischen selbst 79 Jahre alt und damit 18 Jahre älter als sein
Großvater im Moment seines Todes. Arbeits- und Schlafzimmer Trotzkis hat Wolkow so
belassen, wie sie zum Zeitpunkt des Attentates waren. Nur das Mordgerät, der
Eispickel, war seither verschwunden. Bis jetzt.

Vor einigen Wochen meldete sich bei dem Trotzki-Enkel eine gewisse Ana Alicia
Salas, die Tochter eines mexikanischen Polizisten. Sie behauptet, den
Eispickel, noch mit den alten Blutspuren dran, in ihrem Besitz zu haben. Ihr Vater
habe damals zum Ermittlungsteam gehört und den Pickel an sich genommen und
versteckt. Und nun will sie ihn verkaufen.

Der Eispickel ist zwar auf Fotos und in den Zeitungen zu sehen, die heute im
Trotzki-Museum aushängen. Aber der Beweis, ob es das Mordinstrument ist, kann
nur ein DNA-Test erbringen. Doch Wolkow will diesem nur zustimmen, wenn der
Eispickel, falls echt, auch im Museum ausgestellt werde. Zahlen will er dafür
nicht.

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