Der Bundesfinanzminister verschlechtert steuerliche Abzugsmöglichkeiten bei Immobilienfonds.
Eichel legt neuen Bauherren-Erlass vor

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die steuerlichen Regelungen für Bauvorhaben neu justiert.

HB DÜSSELDORF. Dazu hat es den umfangreichen so genannten Bauherren-Erlass aus dem Jahr 1990 aktualisiert, im Hinblick auf die Behandlung von geschlossenen Immobilienfonds ergänzt und zum Teil verschärft. Dabei wird Klarheit erzielt, welche Kosten der Anleger sofort abziehen kann, ohne dass diese über einen längeren Zeitraum abzuschreiben sind.

Durch die Zwischenschaltung eines Immobilien-Anlageninitiators an Stelle eines vom Anleger selbst durchgeführten Bauvorhabens ergibt sich steuerlich eine Vielzahl von Besonderheiten, die das BMF seinerzeit im Bauherren-Erlass von 1990 geregelt hatte. Viele der dort behandelten Fragen, in welcher Form und Höhe Aufwendungen des Anlegers abziehbar sind, finden sich auch in der nun überarbeiteten Fassung des Bauherren-Erlasses wieder. Allerdings gibt es gegenüber der früheren Fassung einige Verschärfungen: Beispielsweise regelt das BMF die sofortige Abziehbarkeit eines Damnums (also einem Unterschied zwischen Darlehensauszahlungs- und Rückzahlungsbetrag) als Werbungskosten neu, indem es bestimmt, dass nur marktübliche Beträge in Höhe von jetzt 5 % (früher 10 %) bei einem Zinsfestschreibungszeitraum von mindestens 5 Jahren sofort als Werbungskosten abziehbar sind.

Ferner schlägt das BMF bei den Baubetreuungsleistungen jetzt Kosten der technischen Baubetreuung (z.B. Beschaffung der Baugenehmigung, Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Baufristplänen, Bauaufsicht, Bauabnahme und dergleichen) sowie die Vorbereitung und den Abschluss der mit der technischen Abwicklung des Bauprojekts zusammenhängenden Verträge ausdrücklich dem Herstellungsbereich zu. Folge:

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