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Der Dax gibt nach

Schwächer haben die deutschen Aktien den Handel am Dienstag beendet. Der Dax gab 0,9 % bzw 52,66 auf 6 056,84 Punkte nach. Vor allem die Verluste bei Allianz, Deutsche Telekom und SAP drückten den Index ins Minus.

vwd FRANKFURT. Grund dafür seien unter anderem Zeitungsberichte gewesen, wonach die Entscheidung über steuerfreie Beteiligungsverkäufe wieder rückgängig gemacht werden soll. SAP kamen durch Gewinn- und Umsatzwarnungen von US-Softwarefirmen unter Druck. Insgesamt standen im Dax 14 Gewinner 16 Verlierern gegenüber.

Allianz fielen um 1,9 % auf 336,11 Euro. Trotz eines Dementis des Finanzministeriums zu einem Zeitungsbericht über eine Gewerbesteuerpflicht von Beteiligungsverkäufen konnte sich der Markt nicht nachhaltig von dieser Nachricht erholen. Zwar kamen die neben Allianz am stärksten betroffenen Titel, wie Münchener Rück und Deutsche Bank, von ihren Tagestiefs zurück, doch scheine der Markt dieses Dementi nicht wirklich zu glauben. "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", sagte ein Marktteilnehmer. Deutsche Bank rückten um 0,4 % auf 85,95 Euro vor, nachdem sie ein Tagestief von 84,45 Euro markiert hatten. Meldungen über Kostensenkungen des Instituts wurden von Händlern positiv bewertet.

So sollen nach Berechnungen von Analysten von 2003 an jährliche Einsparungen von rund 2 Mrd. Euro erzielt werden. Dennoch rechneten viele Teilnehmer immer noch mit weiteren Gewinnwarnungen aus dem Bankensektor in den kommenden Wochen, erklärte ein Händler. Neben den Finanztiteln tendierten auch Chemiewerte schwach. Sie litten unter der Herabstufung des gesamten Sektors durch die US-Investmentbank Merrill Lynch. Dies traf besonders Bayer, die um 1,4 % auf 46,11 Euro nachgaben. BASF reduzierten sich um 0,3 % auf 46,65 Euro.

Bei den Technologiewerten gaben SAP 5,2 % auf 156,65 Euro ab. Der Titel habe unter der schlechten Stimmung für den Softwaresektor in den USA gelitten, hieß es. Unter anderem revidierten Broadvision, Rational Software, und Art Technology ihre Prognosen für das Quartal. SAP standen zudem nach Angaben von Händlern wegen der in zwei Wochen anstehenden Unternehmenszahlen unter Druck. Der Markt habe Angst, dass sich dann die schwache Konjunktur auch bei SAP bemerkbar machen werde. Bei dem Unternehmen sickere immer schon rund eine Woche vor den Zahlen etwas in den Markt, erklärte ein Marktteilnehmer.

Auf die bereits am Vortag bekannt gewordene Einigung zur Neubesetzung des Thyssen-Krupp-Vorstandes, die am Donnerstag förmlich beschlossen werden soll, führten Händler die Kursegewinne des Titels am Berichtstag zurück. "Die Doppelspitze hat die Entwicklung von Thyssen Krupp lange belastet", bemerkte ein Marktteilnehmer. Der Wert stieg um 1,3 % auf 15,77 Euro. In der zweiten Reihe legten Hannover Rück um 3,3 % auf glatt 95 Euro zu. Händlern zufolge trieben Gerüchte um eine Übernahme der Hannover Rück durch Swiss Re den Kurs der deutschen Versicherung. Die Spekulationen seien seit Dienstagmorgen im Markt. Auch in Schweizer Händlerkreisen würden diese Gerüchte derzeit gespielt.

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