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Der Deal ist da

In der Königsklasse des Investmentbanking - im M&A-Geschäft - regen sich wieder Lebenszeichen. Aber dieser Trend wird nur von Dauer sein, wenn die Investoren von den Deals überzeugt werden können.

Sie sind wieder da - die M&A-Deals, das Geschäft mit Firmenzusammenschlüssen und Übernahmen. Die Königsklasse des Investmentbanking hat lange kein Lebenszeichen von sich gegeben - Folge der schwachen Konjunktur und früherer Preisübertreibungen. Jetzt kommt wieder Leben ins M&A-Geschäft. Aber ist das von Dauer?

Psycho-Analytiker können einpacken, jetzt haben die Porschehändler wieder Konjunktur auf den Fluren der Investmentbanker. Der Markt ist wieder da, wie eine ganze Reihe bedeutsamer Deals in den letzten Wochen zeigt. Ob der Verkauf von Beiersdorf-Anteilen durch die Allianz oder der Teilrückzug des Staates Italien bei Enel. Bisher drehen sich die Geschäfte vor allem um Restrukturierung, den Rückzug auf das Kerngeschäft und Kapitalmaßnahmen zur Bilanzverbesserung. Das sind die Nachwehen des letzten Abschwunges.

Mehr und mehr wird auch über Zukäufe und Übernahmen nachgedacht. Noch sind es Diskussionen. Mehr nicht. Aber bald schon können Deals daraus werden, weil die wirtschaftliche Zuversicht der Vorstände und ihrer Aufsichtsräte steigt; das belegt der IFO-Index Monat für Monat. Das positive Vertrauen des Managementes auf bessere Zeiten ist fast so wichtig für M&A-Deals wie das Geld dafür in der Konzernkasse.

Wichtiger aber als die Zuversicht der Manager ist die Einschätzung der Investoren, denn sie müssen diese Geschäfte am Ende mittragen. Sie aber haben für die Exzesse der Vergangenheit bezahlen müssen. Sie wissen, dass sich 75 Prozent aller Übernahmen für sie nicht auszahlt. Wenn das M&A-Geschäft als wirklich abheben soll, dann wird es darauf ankommen, sinnstiftende Ideen auf den Tisch der Aktionäre zu legen.

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