Archiv
Der Dow Jones im Plus

Schwache US-Konjunkturdaten haben am Freitag an den New Yorker Aktienmärkten nach Händlerangaben vor allem die Technologiewerte belastet.

rtr NEW YORK. Die Blue Chips hätten dagegen von besser als erwartet ausgefallenen Prognosen der weltweit größten Baumarktkette Home Depot profitiert, sagten Börsianer. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des US-Handelsministeriums im dritten Quartal fast dreimal so stark als noch Ende Oktober geschätzt geschrumpft. "Ich glaube, wir werden im nächsten Jahr eine Erholung bekommen, aber vielleicht nicht mit der Geschwindigkeit, die bereits in den Prognosen für die Unternehmensgewinne eingepreist war", sagte Jeff Kleintop, Chefinvestment-Stratege bei PNC Advisors.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,23 % höher auf 9851,56 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte dagegen mit 0,14 % im Minus auf 1930,57 Punkten. Der breitere S&P 500-Index beendete die Sitzung 0,06 % tiefer auf 1139,45 Zählern.

Das US-Handelsministerium hatte das Minus im US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal in seiner zweiten Schätzung auf 1,1 % beziffert. Analysten hatten jedoch lediglich mit einer Revision auf minus 0,9 % gerechnet, nachdem im Vormonat bei der ersten Schätzung ein BIP-Rückgang von 0,4 % bekannt gegeben worden war. Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex blieb im 14. Monat auf Talfahrt. Im November sank der Index zum Vormonat um elf Prozent auf 41,1 Punkte. Analysten hatten 44,9 Punkte vorhergesagt.

"Wir stecken zweifellos weiter in einer Schwächephase der Wirtschaft fest", sagte Paul McManus, Director of Research bei Independence Investment. "Aber ich spüre wachsende Zuversicht, dass unsere schlimmsten Befürchtungen nach dem 11. September nicht eintreffen und dass wir eine Erholung im nächsten Jahr sehen werden."

Die Home-Depot-Aktie schloss rund sechs Prozent fester auf 46,66 Dollar. Home Depot hatte zwar zuvor die Gewinnerwartungen für die kommenden drei Jahre zurückgenommen. Es sei jedoch weiter mit deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwächsen zu rechnen, hieß es. "Der Markt hatte vermutlich schlechtere Nachrichten erwartet", sagte Jon Brorson, Händler bei Northern Trust.

Bei den Technologiewerten sorgte der Ausblick des US-Herstellers von Netzwerksoftware, Novell, nach Händlerangaben zunächst für eine positive Stimmung bei den Investoren, die jedoch durch die Nachrichten des Herstellers von Chipproduktionssystemen, Novellus Systems, wieder gedämpft worden sei. Novellus hatte mitgeteilt, das Auftragsvolumen im vierten Quartal dürfte unter den Erwartungen ausfallen. Auch seien Verluste in den ersten beiden Quartalen des neuen Geschäftsjahres nicht auszuschließen. Novellus-Aktien verloren rund 8,5 % auf 38,07 Dollar. Novell-Titel kletterten dagegen rund 6,8 % auf 4,26 Dollar.

Weiterhin im Blickpunkt standen nach Händlerangaben die Titel des US-Energiehändlers Enron , die erneut kräftig um 30,5 % auf 0,26 Dollar einbüßten. Damit kosteten die Titel weniger als eine Standard-US-Briefmarke, die 34 Cents wert ist. Die Anteilsscheine des Konkurrenten Dynegy, der am Mittwoch die Fusion mit Enron abgesagt hatte, fielen rund 9,8 % auf 30,35 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,34 Mrd. Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1578 Verlierer 1550 Gewinner und 207 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von 1,80 Mrd. Aktien 1887 im Minus, 1770 im Plus und 286 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die 30-jährigen Bonds im späten Geschäft 10/32 tiefer auf 101-21/32 und erbrachten eine Rendite von rund 5,26 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%