Der Earlybird-Frühindikator signalisiert erneutes Abflauen
Earlybird weiter gesunken

Der Aufschwung hat begonnen, verkündete ein optimistischer Bundeskanzler in seiner Regierungserklärung zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in der vergangenen Woche

Doch womöglich muss sich Gerhard Schröder bald korrigieren: Der Earlybird-Frühindikator, den die Commerzbank monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, rutschte im Juni um 0,16 Zähler auf 0,80 Punkte ab. Damit hält die Abwärtsbewegung des Frühindikators den dritten Monat in Folge an. Grund für die anhaltende Talfahrt des Earlybird ist die kräftige Aufwertung des Euro.

Die starke Währung verschlechtert die Rahmenbedingungen für den deutschen Export. Auch wenn der Auftragseingang aus dem Ausland im Mai noch kräftig stieg, dürfte die Exportindustrie - in den vergangenen Jahren wichtigster Konjunkturmotor in Deutschland - die Folgen der Euro-Aufwertung bald in den Auftragsbüchern spüren. Da der Earlybird der Produktion um zwei bis drei Quartale vorausläuft, deutet er - nach einer deutlichen Belebung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2002 - bereits für das erste Halbjahr 2003 auf eine erneute Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik hin.

Wie stark diese ausfallen wird, lässt sich derzeit nicht genau sagen. Fällt der Earlybird in den kommenden Monaten auf 0,5 Punkte und stabilisiert sich dann auf diesem Niveau, dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten 2003 um knapp zwei Prozent wachsen. Sollte der Earlybird jedoch unter die Null-Punkte-Marke rutschen, ist eine Stagnation oder gar ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion nicht auszuschließen.

Quelle: WirtschaftsWoche

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