Der Euro hat an den Devisenmärkten Aufwind bekommen.
Wetten auf steigenden Euro-Kurs

Die Parität zum Dollar ist möglich. Mit Optionsscheinen können Anleger von der Entwicklung profitieren.

DÜSSELDORF. Spannung an den Devisenmärkten: Wie lange hält die Erholung des Euros an? Schafft er vielleicht wieder den Sprung über die magische Ein-Dollar-Marke? An den Spekulationen über den weiteren Kursverlauf der Einheitswährung können sich auch Privatanleger beteiligen. Zwar ist die direkte Teilnahme an den internationalen Devisenmärkten kaum möglich, da hier lediglich Profis handeln. Doch mit Optionsscheinen können auch Kleininvestoren am Auf und Ab des Euros teilhaben.

Das Angebot ist riesig. Allein mehr als 300 verschiedene Kauf-Optionsscheine stehen dem Anleger zur Auswahl. Die Basispreise liegen zwischen 0,85 Dollar bis 1,40 Dollar. Ebenso vielfältig ist die Palette an Laufzeiten. Einige Calls beenden ihr Dasein bereits Anfang Juli, andere laufen sogar bis September nächsten Jahres.

Expertenmeinung gibt Anhaltspunkte

Bei der passenden Auswahl eines Scheines sollten sich die Anleger daher zunächst überlegen, welcher Euro-Kurs im gewünschten Anlagehorizont wahrscheinlich ist. Hilfe dabei bieten die Einschätzung der Experten. "Wir erwarten, dass in den nächsten Monaten die Ein-Dollar-Marke getestet wird", sagt Gabriele Schaffrian von der Société Générale (SocGen). Die nächste wichtige Unterstützungslinie liege bei 0,98 Dollar. Wenn die durchbrochen werde, könnte der Weg nach oben frei sein.



Nervöse Marktteilnehmer

"Die Akteure sind zurzeit ziemlich nervös", erläutert Dominik Auricht von der Citibank. "Daher sind die Schwankungen sehr groß, und das verteuert die Scheine sehr". Wer sich jetzt engagiere, müsse das Rückschlagspotenzial einkalkulieren, wenn die Volatilitäten wieder abnimmt. "Vor diesem Hintergrund sind Calls interessant, deren Basispreise nahe am aktuellen Eurokurs liegen, da diese Scheine von einem Rückgang der Volatilität nicht so stark betroffen sind."

Für den sehr spekulativen Investor sei ein Citibank-Call (WKN 838 763) mit einem Basispreis von 0,95 Dollar interessant, der bis zum März 2001 laufe. Auricht: "Das Papier eignet sich, um bei einer Kursschwäche einzusteigen und bei einem Anstieg direkt wieder zu verkaufen." Kurzfristig könne die Währung wieder bis auf 0,94 fallen.

Wer einen längerfristigen Anlagehorizont habe, könne auf einen Call (WKN 573 217) setzen, der ebenfalls einen Basispreis von 0,95 Euro habe, jedoch über eine längere Laufzeit verfüge. "Bei einem Euroanstieg wird das Papier zwar nicht explosionsartig in die Höhe schießen, verliert aber dafür aber nicht so schnell an Zeitwert." Es sei jedoch auch hier sinnvoll, einen eventuellen Kursrückgang abzuwarten.

Die SocGen hält drei Calls mit unterschiedlichen Basispreisen für interessant. Die Papiere haben ein Kursziel von 0,96 Dollar (WKN 933 298), 1 Dollar (WKN 932 988) und 1,08 Dollar (WKN 922 921) - ein Schein für Risikofreudige.

Marko Deuticke von HSBC Trinkaus & Burkhardt legt den Investoren Power-Optionsscheine ans Herz. Bei herkömmlichen Optionsscheinen erhält der Anleger die Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Kurs bei Fälligkeit ausgezahlt. Dies ist der innere Wert. Bei Power-Optionsscheinen wird hingegen der quadrierte innere Wert ausgezahlt. Die Höhe der Auszahlung ist allerdings auf einen Höchstbetrag (Cap) begrenzt. "Besonders zum Ende der Laufzeit bieten sie dem Anleger schon bei geringfügigen Kursschwankungen hohe Gewinnchancen. Dem stehen naturgemäß auch entsprechende Risiken gegenüber". Vorteil bei Power-Scheinen: Der Zeitwertverlust ist bei Scheinen, die im Geld liegen, mit abnehmender Laufzeit geringer als bei normalen Scheinen. Deuticke hält zwei Scheine für interessant: Der erste Call (WKN 572 105) hat einen Basispreis von 0,94 der zweite (WKN 572 106) 0,98 Dollar.

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