Der Export rettet
Wirtschaft erneut mäßig gewachsen

Der weiter florierende Export hat im 3. Quartal 2002 das Wirtschaftswachstum in Deutschland gerettet. Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen war im 3. Vierteljahr 4,4 Prozent höher als vor Jahresfrist.

HB/dpa WIESBADEN. Dagegen schwächte sich die gesamte inländische Nachfrage real um 0,2 Prozent ab, berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Per Saldo kam es damit zu einer realen Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,9 Prozent.

Vor allem die Ausrüstungsinvestitionen fielen im Berichtszeitraum preisbereinigt 6,5 Prozent niedriger aus. Nur bei den sonstigen Investitionen - vor allem in EDV-Software - konnte im Jahresvergleich ein Zuwachs von 2,4 Prozent registriert werden. Der private Konsum verbesserte sich binnen Jahresfrist lediglich um 0,1 Prozent, die Konsumausgaben des Staates um 1,8 Prozent.

Der Exportüberschuss trug insgesamt 1,1 Prozent zum realen Wirtschaftswachstum bei, da die Importe im 3. Quartal nur um 1,3 Prozent zulegten. Damit konnte der Rückgang der inländischen Verwendung des Bruttoinlandsproduktes mehr als ausgeglichen werden.

Unter dem Strich ergab sich damit im Zeitraum Juli bis Oktober eine reales BIP-Wachstum von 0,9 Prozent. Damit hat sich die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Leistung wieder leicht beschleunigt. Im 2. Quartal hatte das reale Wachstum im Jahresvergleich nur 0,4 Prozent betragen. Im 1. Vierteljahr war das BIP gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,2 Prozent geschrumpft.

Auch im unmittelbaren Vergleich der Quartale wurde der Wachstumspfad nicht verlassen. Das Bruttoinlandsprodukt war im 3. Vierteljahr 0,3 Prozent höher als in den vorangegangenen drei Monaten. Im 2. Quartal betrug das Wachstum real 0,2 Prozent nach 0,3 Prozent im Zeitraum Januar bis März. Damit ist die deutsche Wirtschaft im 3. Quartal 2002 zum dritten Mal in Folge wieder gestiegen, betonte das Statistische Bundesamt.

Kalender- und saisonbereinigt war dagegen in den letzten drei Quartalen 2001 die gesamtwirtschaftliche Leistung jeweils zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt wurde im 3. Quartal von 38,7 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 297 000 oder 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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