"Der Fireden ist noch weit" - Hoffnungsschimmer
Scharon würdigt neue Gespräche mit Palästinensern

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hat die Gespräche seines Außenministers Schimon Peres mit führenden Vertreter der Palästinenser-Regierung als Hoffnungszeichen gewürdigt.

Reuters JERUSALEM. Scharon sagte am Dienstagabend in Jerusalem in einer knappen Stellungnahme, zwar sei der Frieden noch weit entfernt, "es scheint mir aber, dass eine Art Fenster geöffnet worden ist". Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte nach einem Treffen mit Peres, er hoffe, dass am Ende der Friedensprozess wiederbelebt werden könne. Peres ließ mitteilen, beide Seiten wüssten um die Wichtigkeit, die Gespräche fortzusetzen. Am Mittwoch wollten Vertreter der Vierergruppe der Nahost-Vermittler in London zusammenkommen. Dem Quartett gehören die USA, die Europäische Union (EU), die Vereinten Nationen (Uno) und Russland an.

Peres, der bereits am Montag erste Gespräche mit der Palästinenser-Regierung aufgenommen hatte, traf am Dienstag auch den neuen palästinensischen Innenminister Abdel-Rasak el Jehijeh. Laut Erekat wurde eine breite Palette von Themen, wie etwa Wirtschafts- und Sicherheitsfragen, angesprochen. Man hoffe, letztlich den Friedensprozess wieder beleben zu können. Peres ließ erklären: "Das Treffen war gut. Beide Seiten haben die Bedeutung anerkannt, die Gespräche fortzusetzen."

An dem Treffen des Quartetts in London nehmen auch Vertreter Japans, Norwegens, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank teil. Ein Thema ist die internationale finanzielle Unterstützung von Reformen. Als Bedingung für die Gründung eines Palästinenser-Staates haben die USA Reformen der Regierungsstruktur und die Ablösung von Palästinenser-Präsident Jassir Arafats gefordert.

Auch für die kommende Woche ist ein Treffen des Quartetts geplant. Die Vertreter kämen am 15. Juli in New York zusammen, um den Nahost-Friedensprozess neu zu beleben, sagte der dänische Außenminister Per Stig Moeller, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat.

US-Präsident George W. Bush forderte am Dienstag nach Angaben des US-Präsidialamtes Scharon und den saudiarabischen Kronprinzen Abdullah auf, sich weiter um einen Nahost-Frieden zu bemühen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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