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Der Fortschritt ist eben eine Schnecke

Innovationen wie UMTS brauchen ihre Zeit, dabei ist der Weg vom Labor zum Massenmarkt steinig - vor allem in der Telekombranche.

Noch vor einem halben Jahr kündigte Jürgen von Kuczkowski, Chef des Mobilfunknetzbetreibers Vodafone D2, den Start der neuen Mobilfunktechnik UMTS für Herbst dieses Jahres an. Nur Gerhard Schmid, damals noch Mobilcom-Chef wollte etwas schneller sein. Die anderen Mobilfunker dagegen gingen bereits Anfang des Jahres davon aus, dass der Startschuss für UMTS wohl erst im Jahr 2003 fallen wird. Zu der Erkenntnis ist man jetzt auch bei Vodafone D2 gelangt. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis sich Realismus durchsetzt.

Dabei hätte es auch D2 schon von Anfang an besser wissen müssen. Denn im Prinzip haben alle Mobilfunker die Erfahrung gemacht, dass das mit den Innovationen eben seine Zeit braucht, dass der Weg vom Labor zum Massenmarkt steinig ist - vor allem in der Telekombranche. Da reicht es nicht, wenn die Mobilfunknetze in einigen Städten stehen. Dieses Ziel werden die Unternehmen auf jeden Fall schon in diesem Jahr erreichen. Es muss auch Mobiltelefone geben, die bestimmte Standards erfüllen, und attraktive Dienste, die es wert erscheinen lassen, sich ein UMTS-Handy zuzulegen. Um es mit Günter Grass zu sagen: Der Fortschritt ist eben eine Schnecke.

Schreiben Sie der Autorin: k.slodczyk@vhb.de

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