Der Gehalts- und Freizeit-Check für zehn Berufe
Der wahre Gehaltsreport

Unternehmensberater verdienen abartig viel Geld, und Lehrer haben ständig frei - wenn es um Gehälter und Arbeitszeiten geht, ist kein Klischee zu billig. Aber kein Wunder, dass Klischees meist das einzige sind, das man über einen Beruf in Erfahrung bringt. Denn alle wollen zwar rasend gern wissen, was die anderen verdienen, aber übers eigene Gehalt will keiner reden. Ein typisch deutsches Phänomen.

uh DÜSSELDORF. Junge Karriere hat sich deshalb in der Juli-Ausgabe die gängigen Gehälter-Klischees vorgenommen. Zehn Menschen aus zehn Berufen erzählen, was sie wirklich verdienen und was sie dafür leisten müssen. Einige Ergebnisse vorab:

Berufseinsteiger arbeiten generell lange - 40-Stunden-Wochen sind eher die Ausnahme, 60-Stunden dagegen nicht selten. Sie sind gerne bereit, viel Zeit in den Job zu investieren - wenn die Bedingungen stimmen: Ganz vorne bei den Ansprüchen rangieren die Wertschätzung und die Anerkennung der persönlichen Leistung, gefolgt von dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit bei der Gestaltung der Aufgaben und Arbeitszeiten. Nur fürs Geld geht kaum ein Akademiker arbeiten - aber dem Einsatz angemessen muss es schon sein.

Unternehmensberater verdienen tatsächlich gut - wenn sie es in die großen Beratungen schaffen. Dann sind für Einsteiger bis zu 60 000 Euro drin. Auf der anderen Seite der Wohlfühl-Bilanz stehen aber regelmäßige Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tage. Kleine Beratungen zahlen Einsteigern deutlich weniger: 35 000 bis 45 000 Euro. Dafür haben sie aber moderatere Arbeitszeiten.

Lehrer haben bei weitem nicht so viel frei, wie gehässigerweise immer behauptet wird: Sie verbringen im Jahresschnitt 40 bis 45 Stunden pro Woche im Dienst ihrer Schüler - mit Unterricht, Vor- und Nachbereitung, Konferenzen... Grundschullehrer bekommen dafür 2 500 Euro im Monat, Gymnasiallehrer 2 800.

Am Anfang jeder Weißkittel-Karriere steht eine sehr unschöne Durststrecke. Für Ärzte im Praktikum (AiP) gibt es bestenfalls 1 500 Euro brutto im Monat. Assistenzärzte starten mit 35 000 Euro im Jahr, Chefärzte verdienen 200 000 bis 250 000. Trotz offizieller 38,5-Stunden-Woche leisten Klinik-Ärzte im Wochenschnitt 8,5 Überstunden plus (Ruf-)Bereitschaften.

30-Stunden-Non-Stop-Schichten sind bei Jung-Medizinern bis zur Oberarzt-Stufe üblich. Aktuelle Urteile zwingen die Krankenhäuser aber zu Verbesserungen, auch das AiP soll abgeschafft werden. Knapp die Hälfte der 300 000 Ärzte sind niedergelassen. Sie erarbeiten mit ihrer Praxis im Schnitt 77 000 Euro vor Steuern.

Was Ingenieure, Investmentbanker, Anwälte, Schauspieler, Unternehmensgründer, Programmierer und Werber verdienen und was sie dafür tun müssen, steht in der aktuellen Ausgabe von Junge Karriere. Jetzt am Kiosk, für 2,45 Euro.
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