Der Geist des "King" ist allgegenwärtig
Elvis-Fans spielen weltweit verrückt

An seinem 25. Todestag hat Elvis Presley Menschen in aller Welt zu besinnlichem und schrillem Gedenken inspiriert. Bei einer bizarren "Elvis-Hochzeit" beispielsweise gaben sich im britischen Blackpool Dani Leighton (31) und Juliette Massey (34) das Jawort.

HB DÜSSELDORF. In Mittelhessen startete das "Erste Europäische Elvis-Festival". Berlin wollte in der Nacht zum Samstag eine "Tribute-Party" feiern und München lud für diesen Samstag zu "Tribute to the King Elvis" in den Kunstpark Ost.

Leighton und Massey, das Paar aus Prestwick bei Manchester, hatten bei einem Wettbewerb die "Elvis-Hochzeit des Jahrhunderts" gewonnen. Der Pastor hieß Emerald Elvis Leen, die Trauzeugen waren Doppelgänger von Elvis, dessen Frau Priscilla und Marilyn Monroe. Bei der Trauung wurden selbstverständlich nur Elvis-Lieder gespielt. Die Treueschwüre bestanden aus Liedzeilen von Elvis-Songs.

Ein Meer aus brennenden Kerzen für den "King"

In der mittelhessischen Kurstadt Bad Nauheim wandelten schon Tage vor dem Jubiläumsdatum tausende Fans auf Elvis' Spuren. Hier hatte der Sänger aus Memphis während seiner Militärzeit in Deutschland gelebt, und hier sollte von Freitag bis Sonntag das "Erste Europäische Elvis-Festival" über die Bühne gehen. Der Platz vor dem Haus, in dem der Rock'n'Roller damals wohnte, sollte am Abend in ein Meer aus brennenden Kerzen verwandelt werden. Der Tenor Helmut Lotti, der auch als Elvis-Interpret erfolgreich ist, wurde zum Open-Air- Konzert am späten Nachmittag erwartet.

"Bühnenreif" ist Elvis für die Berliner. In der Nacht zum Samstag sollte in der Volksbühne eine Tribute-Party gefeiert werden, mit Elvis-Songs live und von der Platte, Coverversionen und den «besten Liedern, die Elvis nicht gesungen hat», kündigten die Veranstalter an.

Friseur schwärmt von Elvis Haarschnitt

Der deutsche Rock'n'Roller Ted Herold (60) bekundete pünktlich zum Todestag, dem "King" seinen eigenen Erfolg zu verdanken. Er habe ihn inspiriert, sagte Herold, der schon Mitte der 50er Jahre Haartolle und Hüftschwung von Elvis übernahm. Herold ist sich sicher: Mit Elvis und dem Rock'n'Roll begann eine musikalische Revolution. "Er vermittelte ja nicht nur als erster Interpret auf der Bühne Gesang mit Bewegung", sagte er. Er habe der Jugend damals einen Zeitgeist vermittelt, der sich bis heute fortsetze.

Der Friseur Karl-Heinz Stein, der Presley während dessen Soldatenzeit in Deutschland die Haare schnitt, verfiel in Schwärmerei, als er sich an die Haarpracht des Sängers erinnerte. Zunächst habe er gedacht, dass Elvis gar nicht tot, sondern nur irgendwo untergetaucht war, erinnerte sich Stein an die Todesnachricht in der Nacht des 16. August 1977. "Aber dann nach ein paar Monaten war mir klar, dass er doch gestorben ist."

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