Der gestürzte König
Kräfteverschiebung bei T-Mobile

Es ist sieben Jahre her, dass Jan Ullrich in den Pyrenäen ins gelbe Trikot fuhr und die Überraschung perfekt machte: Er gewann 1997 die Tour de France. Jetzt - 2004 - war es sein Bestreben Lance Armstrong heraus zu fordern und seinen Erfolg von damals zu wiederholen. Doch dort, wo alles so schön mit Ruhm und Ehre begann, begrub Jan Ullrich an diesem Wochenende seinen Traum vom Gewinn der Tour. Die Pyrenäen wurden sein Todesurteil und zwei Tage reichten aus, um die Position Ullrichs klar zu machen.

HB NÎMES. Seine beiden schwersten Schlappen in neun Profijahren machten den 30-Jährigen zum großen Verlierer der 91. Tour. "Ich bin natürlich enttäuscht, denn ich bin hergekommen, um zu gewinnen", erklärte der T-Mobile-Kapitän, der zum vierten Mal die Übermacht seines Gegners anerkennen musste: "Es scheint, dass Lance auch dieses Jahr nicht zu schlagen ist."

Sollte Armstrong entgegen aller Erwartungen doch noch eine Schwäche zeigen, könnte Ullrich davon kaum profitieren. Mit 6:39 Minuten Rückstand auf Armstrong liegt der 30-Jährige als Achter derzeit außer Reichweite zum Gelben Trikot des Franzosen Thomas Voeckler. Vor Ullrich sind in seinem eigenen Helfer Andreas Klöden und dem Italiener Ivan Basso außerdem mindestens zwei Fahrer platziert, die in den Bergen derzeit deutlich besser drauf sind.

Damit ist der Toursieger von 1997 nicht einmal mehr im eigenen Team der Stärkste. Der Kapitänswechsel von Ullrich zu Klöden ist denn auch so gut wie vollzogen. "Wir haben in der Mannschaft festgelegt, dass neben Jan auch ich von den Teamkollegen beschützt werde", erklärte Klöden, der schon vorher grünes Licht von seinem "Chef" erhalten hatte: "Ich habe unterwegs mit Jan gesprochen und er hat mir gesagt, dass ich freie Fahrt habe." Ullrich akzeptiert die Kräfteverschiebung bei T-Mobile: "Es ist gut, dass wir in Andreas noch einen Fahrer haben, der aufs Podium fahren kann."

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