Der Greenback soll fälschungssicherer werden
US-Dollarnoten bekommen neue Farben

Schon im Herbst des kommenden Jahres werden US-Touristen ihre Geldscheine dank neuer Farbe leichter unterscheiden können. Die Dollar-Noten, die wegen ihrer grünen Farbe auch Greenbacks genannt werden, könnten schon bald zu Bluebacks oder Pinkbacks werden.

NEW YORK. Bisher unterscheiden sich die Geldscheine weder in Farbe noch in der Größe von einander. Allesamt ziert sie auf der Rückseite das weiße Haus und nur an der Zahl und an den unterschiedlichen Gründervatern wie Abraham Lincoln oder George Washington lässt sich ablesen, wie viel Geld man in der Hand hält. "Internationale Besucher beschweren sich, dass sie die Scheine nicht unterscheiden könen", sagte ein Sprecher der staatlichen Gelddruckerei.

Doch die Druckerei will es nicht nur den verwirrten Touristen leichter machen. Sie will es vor allem Kriminellen schwerer machen, die Währung zu kopieren. Mit neuester Computertechnologie lassen sich die Dollarscheine immer leichter kopieren. Nach Schätzungen kamen allein im vergangenen Jahr mehr als 47 Mill. gefälschte Dollar auf den Markt, 40 % wurden mit Computern hergestellt. Zwar garantiert Farbe allein noch keinen Schutz vor Fälschung, aber die Kombination verschiedener Farben kann es den Kopierern schwerer machen.

Deshalb sollen vor allem die hohen Geldscheine, die 20-, 50- und 100-Dollarnoten ein Lifting erhalten. Die Zwanziger sollen schon im Herbst 2003 in Umlauf kommen, die anderen ein Jahr später. Für die 5- und 10-Dollar-Noten erwägen die Behörden ebenfalls neue Farben. Die 1-Dollar-Noten dagegen sollen grün bleiben.

Die neue Gestaltung der Geldscheine ist in den USA eine kleine Revolution: Das letzte Mal, dass es bunte Schein gab, war im 19. Jahrhundert. Dort soll es nach Angaben von Experten sogar Noten gegeben haben, die so bunt waren, dass man sie "Rainbow Notes" - Regenbogen-Noten - nannte. Doch seit 1862 sind die Geldscheine in den USA grün.

Trotz der Erneuerung setzen die Amerikaner auf Seriosität: Die grünen und schwarzen Elemente sollen bleiben, aber mit anderen Farben hinterlegt werden. Mit grellen Tönen ist dabei nicht zu rechnen.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%