"Der Handel soll frei in seinen Entscheidungen sein"
Ladenschluss: Konzerne unterstützen Vorstoß

Große deutsche Handelskonzerne würden eine Initiative der Bundesregierung für eine Lockerung des Landeschlussgesetzes begrüßen.

Reuters DÜSSELDORF. Ein Sprecher des größten deutschen Einzelhandelskonzerns Metro sagte am Freitag, sein Unternehmen befürworte eine Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes. Zumindest an den Werktagen müssten die Ladenschlusszeiten freigegeben werden. "Der Handel soll frei in seinen Entscheidungen sein", forderte der Sprecher. Ein Sprecher des Karstadt-Quelle-Konzerns sagte, das Unternehmen sehe Initiativen zur Lockerung der Ladenschlusszeiten im Interesse der Kunden positiv.

Das "Handelsblatt" hatte berichtet, in die seit Jahren andauernde Debatte um das Ladenschlussgesetz komme wieder Bewegung. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) wolle eine Lockerung der Öffnungszeiten durchsetzen, hieß es unter Berufung auf einen Clement-Vertrauten. Auch die SPD-Fraktion im Bundestag wolle im Januar eine Verlängerung der derzeitigen Ladenöffnungszeiten - werktags bis 20 Uhr und samstags bis 16 Uhr - auf die Tagesordnung setzen. Zumindest in den Innenstädten sollten die Geschäfte deutlich länger als bisher die Kunden bedienen können, sagte der SPD-Wirtschaftsexperte Klaus Brandner der Zeitung. Das weitgehende Öffnungsverbot an Sonntagen solle allerdings erhalten bleiben.

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