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Der Irak könnte das nächste Ziel sein

Der amerikanische Präsident George Bush hat den irakischen Staats- und Regierungschef Saddam Hussein aufgefordert, wieder Rüstungskontrolleure ins Land zu lassen.

rtr WASHINGTON. Saddam müsse zeigen, "dass er keine Massenvernichtungswaffen entwickelt", sagte Bush am Montag in Washington. Auf die Frage, was im Falle einer Weigerung Saddams geschehe werde, sagte der Präsident: "Das wird er herausfinden." Die USA bemühten sich am Montag zugleich, mit Russland zu einer neuen Vereinbarung über UNO-Sanktionen gegen Irak zu kommen.

US-Außenminister Colin Powell telefonierte am Montag mit dem russischen Außenminister Igor Iwanow, wie sein Ministerium in Washington mitteilte. Die laufenden UNO-Sanktionen unter dem Motto "(irakisches) Öl gegen Lebensmittel" laufen am kommenden Freitag aus, nachdem sie um ein halbes Jahr verlängert worden waren. Die USA hatten bereits damals versucht, Irak die Beschaffung von Waffen fähigem Material zu erschweren und andererseits die Liste ziviler Güter für Irak zu erweitern. Russland hatte sich als einziges der fünf ständigen UNO-Sicherheitsratsmitglieder dagegen gesperrt. US-Außenamtssprecher Richard Boucher sagte, man versuche, sobald wie möglich mit Russland zu einer Vereinbarung zu kommen.

Es halten sich Spekulationen, dass nach Afghanistan der Irak das nächste Ziel des amerikanischen Feldzuges gegen den Terrorismus sein könnte. Irak hatte im Dezember 1998 die UNO-Kontrolleure ausgewiesen und ist auch nicht auf ein Angebot des UNO-Sicherheitsrates vom Dezember 1999 eingegangen, die nach dem Überfall auf Kuwait verhängten Strafmaßnahmen auszusetzen, wenn er die Kontrolleure wieder ins Land lässt.

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