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Der Jargon der Derivate-Profis – Was die Fachbegriffe aussagen

Optionsscheine (Warrants): Diese Scheine sind Wertpapiere, mit denen Anleger auf Kursschwankungen bei Aktien, Anleihen, Indizes oder Währungen wetten.

Call (Kaufoptionsschein): Ein Call gibt dem Anleger das Recht, einen Basiswert (etwa eine Aktie) zu einem bestimmten Preis in einem festgelegten Zeitraum zu kaufen.

Put (Verkaufsoptionsschein): Ein Put berechtigt den Anleger zum Verkauf des Basiswerts.

Basispreis (Strike): Dies ist der vorab festgelegte Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung erworben oder verkauft werden kann.

Basiswert (Underlying): Der Basiswert ist das Objekt, auf den sich das Optionsrecht des Scheins bezieht - etwa eine Aktie.

Innerer Wert: Ein Call hat einen inneren Wert, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Basispreis des Scheins liegt.

Zeitwert: Der Zeitwert ist der Betrag, der sich ergibt, wenn man vom aktuellen Optionsscheinpreis den inneren Wert abzieht. Der Zeitwert nimmt zum Laufzeitende rapide ab. Er fällt umso geringer aus, je geringer die Volatilität des Basiswertes ist.

Implizite Volatilität: Schätzgröße der Banken, die ihre Meinung über die künftigen Kursschwankungen des Basiswerts ausdrückt. Eine Volatilität von 30 Prozent besagt, dass sich die Aktie in den nächsten zwölf Monaten 30 Prozent um ihr derzeitiges Niveau bewegen dürfte.

Hebel: Der Hebel wird errechnet, indem der aktuelle Preis des Basiswerts geteilt wird durch das Produkt aus Optionsscheinprämie und Bezugsverhältnis. Er gibt an, um wie viel mal stärker die prozentuale Änderung des Optionspreises ausfällt, wenn sich der Kurs des Basiswertes um ein Prozent verändert. Dabei wird jedoch unterstellt, dass der Zeitwert konstant bleibt - dabei sinkt der Zeitwert mit zunehmender Laufzeit.

Im Geld/am Geld/aus dem Geld: Damit wird das Verhältnis des aktuellen Basiswertkurses zum Basispreis beschrieben. "Am Geld" bedeutet, dass der aktuelle Aktienkurs nahe dem Basispreis liegt. Notiert er bei einem Call weit darüber, liegt der Schein "im Geld", liegt er weit darunter, ist der Schein "aus dem Geld" (beim Put vice versa).

Laufzeit: Die Laufzeit ist der Zeitraum zwischen der Ausgabe des Scheins und dem Tag, an dem das Optionsrecht erlischt.

Delta: Das Delta gibt an, wie stark der Wert eines Optionsscheins auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Bei einem Call liegt das Delta immer zwischen 0 und 1, bei einem Put zwischen 0 und-1. Liegt das Delta eines Optionsscheins nahe 0, so reagiert das Papier kaum noch auf Veränderungen des Basiswertes.

Theta: Das Theta ist eine Kennzahl, die den zu erwartenden Zeitwertverfall eines Optionsscheins quantifiziert. So bedeutet beispielsweise ein Wochen-Theta von vier Prozent, dass der Schein in einer Woche vier Prozent seines Wertes verliert; dabei wird vorausgesetzt, dass sich die anderen Preisdeterminanten nicht ändern. qdt

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