Der "King" bleibt der populärste Rockstar aller Zeiten
In Memphis herrscht der Elvis-Kult

Zehntausende Fans aus aller Welt haben Elvis Presley am Freitag mit Prozessionen an sein Grab, Totenwachen im Kerzenlicht und einem großen Gedächtniskonzert in Memphis (Tennessee) ihren Tribut gezollt.

HB MEMPHIS. Die Zeremonien zum 25. Todestag des "King of Rock'n'Roll" begannen kurz vor Mitternacht, als sich die schweren Eisentore zum Park von Presleys Villa Graceland öffneten und die von einem schweren Gewitter durchnässten Verehrer einließen.

Viele Elvis-Fans hatten sich 12 und mehr Stunden zuvor angestellt, um ihrem Idol als erste die Ehre erweisen zu können. Ein Priester führte die mitternächtliche Prozession an und sprach das Gebet am Grab des "König", der am 16. August 1977 allein und einsam in Graceland dahingeschieden war. Ein Viertel Jahrhundert später wollten ihn nach Schätzung der Stadt wenigstens 75 000 Verehrer an seinem Grab besuchen.

Die Fans lassen ihren Tränen freien Lauf

Fast alle hatten etwas für Elvis mitgebracht, Blumensträuße, Kränze, Teddybären und Platten mit seiner Musik. Viele ließen Gefühlen und Tränen vor der letzten Ruhestätte ihers Idols freien Lauf. Einige Menschen brachen schluchzend am Grab zusammen und wurden von anderen Verehrern getröstet und umarmt. Als der Regen den Kerzenschein der nächtlichen Totenwache zu ertränken drohte, wurden Wachs und Docht durch Batterie betriebene Lichter ausgetauscht.

30 Musiker spielen zu Elvis Ehren

Auf dem 24-stündigen Gedenkprogramm steht auch ein Live-Konzert mit 30 Musikern und Background-Sängern der verschiedenen Elvis-Bands. An dem Memorial-Konzert am Ufer der Mississippi wollten im Verlauf des Tages auch Presleys Ex-Frau Priscilla sowie seine frisch vermählte Tochter Lisa Marie mit ihrem Mann Nicolas Cage teilnehmen. Lisa Marie, die Erbin von Graceland, hatte erst am Wochenende auf Hawaii den Hollywood-Star Cage geheiratet. Das Konzert ist der krönende Abschluss der Elvis-Woche, die jedes Jahr vor dem Todestag des Rock'n'Roll-Königs in Memphis begangen wird.

25 Jahre, nachdem er im Badezimmer seiner Villa tot aufgefunden worden war, ist Presley in den USA immer noch der populärste Rockstar aller Zeiten. Bei Umfragen rangiert er noch vor Jimi Hendrix, John Lennon, Mick Jagger, Bruce Springsteen, Paul McCartney, Eric Clapton und Michael Jackson.

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