Der Konjunkturflaute getrotzt
Daimler-Chrysler erreicht Ergebnisziel

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat seine im Februar angekündigten Ergebnisziele für das Jahr 2001 trotz der schwieriger gewordenen Bedingungen erreicht. Das Betriebsergebnis (Operating Profit) ohne Einmalkosten liege wie zuletzt im Oktober prognostiziert bei rund 1,2 Mrd. Euro, teilte die Daimler-Chrysler AG am Freitag in Stuttgart mit.

dpa STUTTGART. Durch die Sanierungskosten für die amerikanische Chrysler Group (3 Mrd. Euro), die US-Lkw-Sparte Freightliner (365 Mill. Euro) und die Mitsubishi-Beteiligung (400 Mill. Euro) bleibt aber unter dem Strich ein Jahresverlust von rund 2,5 Mrd. Euro. Rekordzahlen gab es einmal mehr für die Pkw-Sparte Mercedes-Benz und smart. Der Umsatz des Konzerns entwickelte sich mit 150 Mrd. Euro etwas besser als erwartet und liegt bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis um 2 % unter dem Vorjahr.

Der Konzern betonte, dass sich die Turnaround-Programme bei Chrysler und bei Freightliner im Plan befänden. "Die Chrysler Group hat die Ziele ihres Kostensenkungsprogramms deutlich übertroffen und geht davon aus, dass sie ihr im Februar avisiertes Ergebnisziel trotz der nicht vorhersehbaren schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erreicht hat", hieß es in der Erklärung. Chrysler hatte für 2001 einen um die Restrukturierungskosten bereinigten Verlust von 2,2 bis 2,6 Mrd. Euro geplant.

Konzernchef Jürgen Schrempp hatte im Dezember erklärt, er rechne für 2002 mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahr. Finanzchef Manfred Gentz hatte im Oktober gesagt, der Konzern strebe einen Operating Profit von 5,5 bis 5,6 Mrd. Euro an.

Highlight aus Konzernsicht war der neue Rekordabsatz der Pkw- Marken Mercedes-Benz und smart. Abgesetzt wurden etwa 1,225 Mill. Fahrzeuge (plus 6 %). Der Umsatz der Sparte übertraf mit voraussichtlich 46 Mrd. Euro das Rekordniveau des Vorjahres um 7 %. Die Chrysler Group lieferte 2,74 Mill. (Vorjahr 3,05) Fahrzeug an die Händler aus. Der Umsatz sank entsprechend auf rund 62 Mrd. Euro. Der japanische Autobauer Mitsubishi, an dem DaimlerChrysler mit 37,3 % beteiligt ist, mache gute Fortschritte und halte an dem Ziel fest, im Ende März 2002 ablaufenden Geschäftsjahr die Verlustzone verlassen zu können.

Einen deutlichen Rückgang gab es beim Absatz im Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge. Die Zahl der abgesetzten Fahrzeuge sank von 549 000 auf rund 492 000. Positiv entwickelte sich aber das Geschäft mit Transportern, das deutlich bei Absatz und Umsatz zulegen konnte. Der Umsatz der Nutzfahrzeugsparte sank um 5 % auf rund 28 Mrd. Euro. Das unter dem Dach der DaimlerChrysler Services zusammengefasste Geschäft mit Finanzdienstleistungen litt unter den schwierigen Bedingungen auf dem US-Fahrzeugmarkt. Auf vergleichbarer Basis nahm der Umsatz aber um 13 % auf etwa 17 Mrd. Euro zu.

Der Flugzeugtriebwerkshersteller MTU Aero Engines konnte den Umsatz um 12 % auf 2,4 Mrd. Euro verbessern. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, an dem DaimlerChrysler mit 33 % beteiligt ist, rechnet für 2001 mit einer Umsatzsteigerung von 20 % und einer Verbesserung des Gewinns vor Steuer und Zinsen (ebit) von 15 %.

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