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Der Konsument

Private Konsumenten lösen die Industrie als Stütze der PC-Branche ab. Der Grund: Die Digitalisierung des Unterhaltungsgeschäftes

Der Computer-Industrie scheint das Weihnachtsgeschäft steigende Umsätze zu verschaffen. Für eine Branche, die zuletzt unter der Einkaufszurückhaltung ihrer großen industriellen Kunden litt, ist es mehr als ein Hoffnungsschimmer: der private Konsument löst die Industrie als Wachstumsträger ab - und das trotz eines insgesamt schwachen Weihnachtsgeschäftes.

Die Computer-Branche profitiert von der zunehmenden Digitalisierung von Unterhaltungsmedien - egal ob Video oder Musik. Diese Digitalisierung führt zu einer zunehmend schnellen Konvergenz von Geräten der Unterhaltungs- und PC-Industrie. Zumindest in den Vereinigten Staaten zeichnet sich schon deutlich ab, dass Konsumenten auf die zunehmende Digitalisierung mit Käufen neuer PC?s reagieren, die vor allem der Unterhaltung dienen. Alle großen PC-Hersteller kommen daher mit speziellen "Unterhaltungsmaschinen" auf den Markt. Und dieser Markt scheint riesig zu sein. Während das Geschäft mit Konsumenten bisher nur 25 bis 30 Prozent der Umsätze ausmachte, dürften es bald beinahe 50 Prozent sein. Der Grund: das Geschäft mit privaten Kunden wächst zur Zeit weltweit um 40 bis 60 Prozent; Geschäftskunden bringen nur ein Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent.

Für die klassischen PC-Hersteller ergeben sich aus den neuen Absatzchancen aber auch neue Herausforderungen. Sie müssen sicherstellen, dass sie neue Ideen auch richtig vermarkten - und gerade hier hat es in den vergangenen Jahren oft gehapert. Zudem müssen sie den Kampf mit den klassischen Anbietern von Unterhaltungsgeräten an der Einzelhandelsfront gewinnen. Das dürfte sich als noch weitaus schwieriger herausstellen.

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