Der Konzern erwartet einen Anstieg von acht Prozent
Linde bekräftigt erneut Umsatzprognose

Der Industriegase- und Gabelstaplerkonzern Linde AG Wiesbaden, rechnet im laufenden Geschäftsjahr weiterhin mit einem Umsatzanstieg von acht Prozent auf mehr als neun Mrd. Euro.

vwd MÜNCHEN. Die Ergebnisverbesserung soll über der Umsatzzunahme liegen, bekräftigte erneut Vorstandsvorsitzender Gerhard Full in der Hauptversammlung am Dienstag in München. Die Investitionen sollen auf 800 (Vorjahr 979) Mill. Euro zurückgeführt werden. Demnach werde die Investitionsquote auf neun (zwölf) Prozent des Umsatzes sinken.

Quartalsbericht und Ausblick der Linde AG: Linde hält an hohen Wachstums- und Ergebniszielen für 2001 fest

Außerdem soll die Eigenkapitalquote - wie bereits bekannt - in den kommenden Jahren wieder auf 45 % angehoben werden, nachdem sie im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 35,4 % lag. Full erklärte, die Fokussierung des Unternehmens auf seine Kernkompetenzen habe gezeigt, dass sich diese auch "in einer Zeit des Umbruchs und der Globalisierung bewährt" habe. Linde AG, wolle weiterhin "aus eigener Kraft", aber auch mit "zielgerichteten Akquisitionen" ihre Position am Weltmarkt ausbauen. Wo es notwendig sei, "zögere" der Konzern auch nicht, "Einschnitte zu vollziehen". Trotz aller "Kontinuität" seien Innovationen und Wandel Voraussetzung für den Fortschritt in einem Unternehmen.



So prägten in der Kältetechnik Globalisierung und Konzentration den Markt für Investitionsgüter im Lebensmittelhandel. Full nannte in diesem Zusammenhang das 2000 eingeführte Restrukturierungsprogramm für die Kältetechnik, das es ermöglichen soll, insgesamt mindestens 60 Mill. Euro jährlich einzusparen. Dazu würden die Kapazitäten in den Werken angepasst, die Modellvielfalt reduziert und die Produktionskosten gesenkt. Ziel sei es, eines der "profitabelsten" Gaseunternehmen der Welt zu werden. Durch die Integration des schwedischen Gaseunternehmens AGA sollen bis Ende 2002 Synergieeffekte von mindestens 100 Mill. Euro jährlich erzielt werden.

Aktienrückkauf geplant

Im laufenden Jahr sollen bereits 50 Mill. Euro dadurch gespart werden. Auf der Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien von bis zu zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu ermächtigen. Die Ermächtigung soll bis zum 28. November 2002 befristet sein. Das Unternehmen hatte sich bereits auf der Hauptversammlung vom 17. Mai 2000 eine bis zum 16. November 2001 befristete Ermächtigung geben lassen. Diese soll durch die neue Ermächtigung aufgehoben werden. Außerdem sollte Manfred Schneider, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen, als Nachfolger von Hermann J. Strenger, in den Aufsichtsrat gewählt werden.

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