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Der Markt glaubt an Bush

Der Nasdaq schafft bis zum Mittag noch nicht, das negative Terrain zu verlassen. Runtergezogen wird das Technologiebarometer erneuert von Befürchtungen, dass Computerwerte und Computerausstatter ein geringeres Gewinnwachstum verzeichnen könnten. Der Dow Jones Index konnte sich nach einem kurzen Sprung ins Minus wieder ins Plus hangeln. Insbesondere die Pharma-, Tabak- und Ölwerte profitieren von dem Glauben an eine Bush-Präsidentschaft.

George W. Bush hat im Falle seines Wahlsiegs versprochen, die Pharmakonzerne nicht mit Preiskontrollen zu belasten. Zudem will er die Milliarden Klagen der Raucher gegen Tabakkonzerne und das Kartellverfahren gegen Microsoft nicht weiter verfolgen. Doch Klarheit über ihren neuen Präsidenten werden die Amerikaner frühestens am Abend haben, da die Wählerstimmen im US-Bundesstaat Florida noch einmal durchgezählt werden müssen.



Sogar Pfizer gewinnt an Wert, obwohl die Patentabteilung des britischen High Court das seit 1993 bestehende Viagra-Patent für ungültig erklärt hat. Begründung: Der Hauptbestandteil des Potenzmittels Sildenafizitrat sei auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt worden, die zum Zeitpunkt des von Pfizer beanspruchten Monopols bereits "öffentliches Gut" waren.



Cisco

nimmt den Nasdaq Verlierer Platz ein. Das Analystenhaus Morgan Stanley hat den größten Netzwerkausstatter der Welt abgestuft. Negative Impulse gibt die Herabsetzung dem Cisco Konkurrenten Juniper Networks. Auch Intel und Sun Microsystems verlieren.



Anlegern gefallen offensichtlich die geplanten Umstrukturierungen bei Lucent Technologies. Der Wert legte bis zum Mittag leicht zu. Der Telekomzubehör-Hersteller wird nach Angaben des Wall Street Journals rund 10.000 Arbeitsplätze streichen. Die Unternehmenssprecherin bestätigte zwar, dass Stellen abgebaut werden, konnte jedoch keine Angaben zur Anzahl machen. Lucent plant außerdem, Grundbesitz zu verkaufen, um die Einsparungen weiter voranzutreiben.



Amgen

kann die Siegerliste des Nasdaq Indexes anführen, nachdem der weltgrößte Biotechnologie-Konzern auf einer Analystenkonferenz ankündigte, bis zum Jahr 2005 mindestens fünf neue Produkte auf den Markt zu bringen und rund neun Milliarden Dollar Umsatz zu erzielen. Anleger hatten mit Spannung erwartet, wie Amgen die sinkenden Umsätze aus dem Verkauf der bisherigen Kassenschlager-Medikamente Epogen und Neupogen kompensieren will.



Der Wert von Abercrombie & Fitch kann bis zum Mittag bis zu zehn Prozent zulegen. Die Bekleidungskette hat die Konsensschätzungen im dritten Quartal übertroffen. Der Gewinn wurde gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent verbessert. Mit 43,6 Millionen Dollar oder 43 Cents pro Aktie lag das Ergebnis über den erwarteten 41 Cents pro Aktie. Der Umsatz wurde um 28 Prozent auf 366,9 Millionen Dollar gesteigert.

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