Der Markt ist nervös
Dollar baut Verluste aus

Der Dollar hat am Freitag im Zuge wachsender Zweifel an der Konjunkturerholung in den USA seine Kursverluste ausgebaut. Nach der Bekanntgabe von schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten stieg der Euro zeitweise auf Kurse von knapp 0,99 Dollar.

Reuters LONDON. Im frühen New Yorker Handel schwächte sich die Gemeinschaftswährung wieder ab auf Kurse um 0,9870 $, notierte damit aber immer noch rund einen Drittel Cent fester als am Vorabend. Der Markt habe die schwachen US-Wirtschaftsaussichten bereits in die Kurse eingearbeitet, sagten Händler. Die US-Währung verlor auch zur japanischen Valuta und hielt sich knapp über der Marke von 119 Yen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte den Referenzkurs mit 0,9873 (Vortag 0,9760) $ je ?. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro am frühen Nachmittag mit 0,9893 (0,9729) $ festgelegt. "Der Markt ist ziemlich nervös wegen der unsicheren Aussichten für die US-Konjunktur", sagte Steven Saywell, Währungsstratege von der Citibank. Die Arbeitslosenquote hielt sich dem US-Arbeitsministerium zufolge im Juli wie erwartet bei 5,9 %. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg saisonbereinigt zum Vormonat um lediglich 6000 Stellen.

Volkswirte hatten im Schnitt mit plus 69 000 gerechnet. Die Zahl für Juni revidierte das Ministerium auf 66 000 von zuvor 36 000 nach oben. In den vergangenen Tagen hatten einige überraschend schwache Konjunkturdaten die Aktienmärkte und den Dollar belastet. Händler sagten, am Markt gebe es wieder Ängste vor einer erneuten Abkühlung der US-Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte. Das US-Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal annualisiert nur um 1,1 % gewachsen, während Experten ein Plus von 2,2 % vorausgesagt hatten. Auch der ISM-Einkaufsmanager-Index war stärker als erwartet zurückgegangen. "Die Anti-Dollar-Stimmung am Markt nimmt zu", sagte Takashi Toyahara von Nomura Securities.

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