"Der Markt macht eine Pause"
Euro-Kurs sinkt in ruhigem Handel

Der Euro-Kurs hat am Mittwoch bei ruhigem Handel verglichen mit dem Referenzkurs des Vortages nachgegeben. Zwischenzeitlich unterschritt er dabei die Marke von 88 US-Cent.

dpa FRANKFURT/MAIN. Gegen 16.50 Uhr stand die Währung jedoch wieder leicht über dem Kurs- Niveau aus dem Vormittagshandel und kostete in Frankfurt 0,8830 US- Dollar.

Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag den Referenzkurs auf 0,8803 (Dienstag: 0,8842) US-$ festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 2,2218 (2,2120) DM. Händler begründeten die Kursentwicklung mit einer charttechnischen Gegenreaktion des Marktes auf die Verluste der vergangenen Tage.

"Der Markt macht eine Pause", sagte ein Händler. "Im Endeffekt sind wir wieder da angekommen, wo wir heuten Morgen angefangen haben", fügte er hinzu. Der Handel sei dabei vor allem durch im Markt bereits vorhandene Kauf- und Verkaufspositionen getrieben gewesen. Von fundamentaler Seite hätten lediglich die relativ gut ausgefallen US-Konjunkturzahlen auf den Kurs der Gemeinschaftswährung gedrückt.

US-Daten als Belastungsfaktor

Nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Nachmittag sind die Einzelhandelsumsätze in den USA von September auf Oktober überraschend stark um 7,1 % gestiegen.

Auch nach Ansicht von Patrick Laub, Chefhändler Devisen bei der Frankfurter Helaba, waren die jüngsten US-Daten ein Belastungsfaktor für den Euro. Den Devisenmarkt hält er derzeit aber für überverkauft. "Wir haben in den vergangenen Tagen beim Euro Tiefstkurse gesehen", sagte Laub. Deshalb würden die Verluste nun in einer Gegenreaktion wieder korrigiert. Von einer Trendumkehr könne jedoch nicht die Rede sein, unterstrich Laub. Die Veröffentlichung des Jahresgutachtens der so genannten Wirtschaftsweisen am Mittwoch habe für den Devisenhandel keine Rolle gespielt. "Die US-Zahlen und die Charttechnik waren heute die Hauptpunkte", fasste der Experte zusammen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6126 (0,6125) britische Pfund, 107,20 (107,14) japanische Yen und 1,4701 (1,4655) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag bei 278,25 US-Dollar (277,45 Dollar) gefixt. Der Kilobarren kostete 19 861 (19 725) DM.

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