Der Markt-Monitor
Abgeschminkt

Die Aktien von L'Oréal brechen ein und ziehen andere Konsumwerte mit herunter. Dabei geht es dem französischen Konzern gar nicht so schlecht.
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Alles schon wieder gelaufen. Die Aufwärtstrend an der Börse hat nicht lange gehalten. Ein paar gute Zahlen von US-Banken - da ging es nach oben. Dann die schlechten Nachrichten von Merrill Lynch, schon ist der Traum wieder vorbei. Verglichen damit wirkt die Kursschwäche von L'Oréal wie ein Nebenschauplatz. Aber sie sagt auch etwas über den Gesamtmarkt aus.

Die Franzosen haben ihre Wachtumsprognosen nach unten korrigiert und die Erwartungen der Analysten enttäusch. Das ruft sogleich das Schreckgespenst herbei: Auch in Europa bricht der Konsum ein, die Finanzkrise schwappt über von den USA zu uns, von der Finanzwirtschaft auf die Realwirtschaft - und so weiter.

Aber tatsächlich ist der französische Konzern solide gewachsen. Und tatsächlich erwartet er für das laufende Jahr immer noch ein Plus von sechs Prozent. Was will man eigentlich mehr vor dem rabenschwarzen Hintergrund der Finanzkrise? Das Beispiel zeigt daher zweierlei: Erstens, dass die europäische Wirtschaft immer noch ganz gut läuft. Und zweitens, dass im Aktienmarkt immer noch hohe Erwartungen an das Wachstum der Unternehmen stecken. Beides zusammen spricht dafür, dass die Börse in nächster Zeit keinen großen Glanz entfalten wird. Aber auch keinen weiteren dramatischen Absturz erlebt. Die Grundtendenz ist auf dem heutigen Niveau wahrscheinlich neutral, und die einzelnen Ausschläge nach oben oder unten folgen den jeweils neuesten Nachrichten aus New York oder Washington.

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