Der Markt-Monitor
Ackermann kommt nicht gut an

Keine große Überraschung eigentlich in den Zahlen der Deutschen Bank, bei der Allianz auch nicht. Aber die Börse reagiert dennoch verschnupft.

Sind es die paar Millionen höher als erwarteten Verluste der Deutschen Bank, die die Investoren stören? Wohl kaum. Oder sind es die etwas höheren Abschreibungen? Wahrscheinlich auch nicht. Der Punkt ist wohl eher dieses Gefühl, dass auch Ackermann nicht mehr weiß, wie es weitergeht.

In letzter Zeit kam hier und da die Hoffnung auf, das Schlimmste sei vorüber an den Finanzmärkten. Heute haben wir eher den Eindruck, dass niemand weiß, wie es tatsächlich steht. Im Prinzip könnte Ackermann sich auch hinstellen und sagen: "Ich habe keine Ahnung, was in den nächsten Monaten passiert, wie viel wir abschreiben müssen und wie unser Ertrag am Jahresende aussieht." Und bei der Dresdner Bank sieht es nicht besser aus.

Dabei gab es ja als Hoffnungszeichen erste Kreditverkäufe an Private-Equity-Häuser. Aber erstens hat die Deutsche Bank bisher nur einen einen kleinen Teil abgestoßen und sitzt immer noch auf rund 80 Milliarden unverkauften Krediten, die eigentlich flüssig sein sollten. Und zweitens hat der Ringelpitz - Kredite an Fonds verkaufen und den Fonds zur Finanzierung Kredite geben - auch nicht jeden überzeugt. Es entsteht zwar so eine gewisse Risikoabfederung durch die Bank, weil die Fonds ja auch mit Eigenkapital arbeiten. Aber dennoch bleibt der Eindruck, dass so künstlich ein Markt belebt wird, damit man Marktpreise hat und nicht noch mehr abschreiben muss.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%