Der Markt-Monitor
Ackermanns doppelte Überraschung

Die Erwartungen übertroffen, der Kurs schmiert ab: So geht es der Deutschen Bank.
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Offenbar bereitet den Investoren der Einbruch im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank mehr Sorgen als das erstaunlich gute Investment-Banking Freude. Die Folge ist ein Kurseinbruch, obwohl die Bank unter dem Strich mehr verdient hat als erwartet. Es dürfte zwei Gründe für die skeptische Reaktion geben. Einmal war ein gutes Ergebnis im Investment Banking längst erwartet worden nach Andeutungen der Bank und nach der Vorlage des Konkurrenten Goldman Sachs.

Auf der anderen Seite wissen die Anleger aber, dass Investment-Banking ein sehr schwankungsreiches Geschäft ist. Einige Bereiche des Kapitalmarktes sind im letzten Quartal 2008 brutal ausgetrocknet und haben sich in Q1 2009 wieder belebt. Wenn die Märkte sich erholen, funktioniert das Investment-Banking. Man muss schon ein paar Quartale in der Folge anschauen, um einen Eindruck von der Nachhaltigkeit zu bekommen.

Das Privatkundengeschäft hingegen und das gesammte "kommerzielle" Bankgeschäft (also z.B. ganz simple Kredite) galten dagegen als "stabile" Ertragsquelle, die die Schwankungen des Investment-Bankings ausgleichen soll. Und ausgerechnet da lief es schlecht. Zum Teil vielleicht auch, weil die Kunden sich gegen Ende 2008 die Finger verbrannt hatten und daher Zurückhaltung übten. Aber es könnte eben passieren, dass die positive Überraschung im Investment-Banking eher ein Einmal-Effekt und die negative im traditionellen Geschäft eher Indikator einer dauerhaften Schwäche war. Diese Sorge kommt in der ersten Kursreaktion zum Ausdruck.

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